Frohes neues Jahr! Hast du dir gute Vorsätze fürs neue Jahr vorgenommen? Und kämpfst du vielleicht schon ein bisschen damit, diese Neujahrsvorsätze auch wirklich umzusetzen? Wenn du nicht weißt, wie du richtig rankommst an deine Vorsätze und nach mehr Motivation suchst, dann bleib dran. In diesem Artikel gebe ich dir 10 konkrete Ideen, wie du mehr Energie für deine Veränderungen hast – und wie du deine Ziele auch wirklich erreichst.
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Warum scheitern so viele Neujahrsvorsätze?
Zunächst mal: Falls du dir etwas vorgenommen hast und es ist schon Mitte Januar und du kommst überhaupt nicht voran – leg den inneren Knüppel weg! Mach dich bitte nicht fertig. Denn es gibt gute Gründe, warum es besonders im Januar und Februar so schwierig ist, gute Vorsätze durchzuziehen.
Zumindest hier in Norddeutschland (ich kann für deine Region natürlich nicht sprechen) ist es dunkel, kalt, und viele sind ein bisschen kränklich. Man hat insgesamt einfach nicht so viel Energie. Von der Natur aus sind wir gerade im Winterschlaf-Modus. Eigentlich wollen wir mit einer warmen Decke auf dem Sofa liegen, den Ofen anmachen, ein Buch lesen und einen Tee trinken. Sei ehrlich: Geht es dir auch so?
Dazu kommt, dass für viele die Feiertage super stressig waren. Man fährt von A nach B, besucht Familie und Freunde – das ist wunderschön, aber auch anstrengend. Das Hin- und Herfahren, das Packen, die kurzen Nächte… viele kommen nicht erholt aus den Feiertagen und bräuchten eigentlich erstmal Urlaub.
Oder vielleicht hattest du es sehr gemütlich und bist jetzt so ein bisschen in Gemütlichkeit versackt und noch gar nicht richtig hochgefahren. Auch das ist völlig normal.
Warum der Januar so herausfordernd ist
Durch den Lichtmangel, Vitamin-D-Mangel, weniger Bewegung, mehr zuckerhaltiges und fettiges Essen rutschen viele in eine saisonale Depression. Auch wenn es keine echte klinische Depression ist – wir sind ein bisschen down, nicht ganz so motiviert, alles ist etwas schwergängig.
Das muss man alles mitberücksichtigen. Wenn einer oder mehrere dieser Punkte auf dich zutreffen, dann hör bitte auf, dich fertigzumachen. Es ist wirklich schwierig gerade. Das heißt aber nicht, dass wir stehenbleiben, uns bemitleiden und alles fallen lassen müssen. Jetzt kommen meine 10 Ideen für mehr Motivation und Energie!
10 praktische Tipps: So gelingen deine Neujahrsvorsätze
1. Warte auf den Frühling (wenn möglich)
Die einfachste Lösung: Warte auf den Frühling, wenn du es dir zeitlich leisten kannst. Nimm das chinesische Neujahr im Februar oder den Frühlingsanfang im März als neuen Start für deine Vorsätze. Das ist energetisch ein bisschen einfacher, weil es dann heller ist, wärmer wird und die Natur wieder wächst. Das macht uns naturgemäß bessere Laune und dann ist Veränderung leichter.
2. Nicht alles auf einmal
Ich kann es nicht oft genug sagen: Bitte mach nicht gleichzeitig Diät, mehr Sport, den Haushalt picobello, die Steuererklärung und was weiß ich noch alles! Besonders wenn du nicht so fit bist, ist das totale Überforderung.
Such dir erstmal eine Sache raus, die dir jetzt am wichtigsten ist, und fang einfach damit an. So kommst du langsam in Schwung. Wenn du merkst, dass du angeschlagen bist, kümmere dich vielleicht als Allererstes um deine Gesundheit.
3. Gesundheit zuerst
Das kann auch heißen, dass du jetzt nicht super viel rumräumst oder Sport machst, sondern erstmal Tätigkeiten machst, die ein bisschen ruhiger sind. Vielleicht liest du ein Buch, das du schon lange lesen wolltest, oder kümmerst dich um eine Weiterbildung, die du vom Sofa aus machen kannst. Und Sport stellst du dann einfach erstmal ein bisschen weiter nach hinten, bis du dich körperlich fit fühlst.
4. Kleine Schritte sind der Schlüssel
Kleine Schritte sind ganz, ganz wichtig! Wir halten einfach in der Regel nicht durch, wenn wir zu viel auf einmal versuchen.
Beispiel Sport: Wenn du bisher gar keinen Sport gemacht hast und jetzt sagst „Ich gehe dreimal die Woche ins Fitnessstudio“, dann schaffst du das vielleicht ein, zwei Wochen. Dann hast du fürchterlichen Muskelkater, die Motivation leidet, und in der dritten Woche gehst du gar nicht mehr hin.
Besser: Fang langsam an mit kleinen Dingen, die du wirklich durchhalten kannst – „sustainable“, wie man auf Englisch sagt. Vielleicht sind das einfach 10 Sit-ups morgens oder einmal ein Stockwerk höher gehen bei der Treppe. Das kannst du über zwei, drei, vier, fünf oder mehr Wochen wirklich durchhalten. Und wenn du dann so fit bist, dass du denkst „jetzt Fitnessstudio“ – dann erst!
5. Visualisiere dein Ziel
Alles, was dir hilft, Motivation zu generieren, bevor du startest, ist wertvoll. Versuche, dir vorzustellen: Wie wird das sein, wenn du erreicht hast, was du erreichen willst?
Wir sind ja oft mit dem Blick bei dem, wie es gerade nicht läuft – und das zieht die Motivation runter. Aber daran zu denken, wie toll es ist, wenn du das Ziel erreicht hast, und dich daran hochzuziehen – das kann helfen, dass du wirklich in Wallung kommst und mehr Power generierst.
6. Nutze Bilder und Filme zur Inspiration
Du kannst nicht nur daran denken, wie es sein wird – du kannst dir auch Bilder im Internet suchen, wie toll das dann aussieht. Oder du guckst einen Film, der dazu passt. Visualisiere vor deinem geistigen Auge: Sieh dich, wie du einen bestimmten Lauf schaffst, wie du bestimmte Gewichte stemmst, wie du eine Arbeit abgibst, wie toll dein Wohnzimmer aussieht, wenn du aufgeräumt hast.
Versuche, dich da richtig reinzuversetzen. Das kann Motivation steigern und auch dein Unterbewusstsein mitnehmen, dass du wirklich in diese Richtung gehst.
7. Bewegung bringt Energie
Egal, ob Sport eines deiner Neujahrsvorsätze ist oder nicht: Bewegung bringt auch den Körper in Bewegung! Gerade wenn du vielleicht viel rumgesessen oder rumgelegen hast über die Feiertage, dann ist der Körper so ein bisschen entwöhnt.
Auch wenn das vielleicht gerade das Letzte ist, was du machen willst: Geh raus, beweg dich! Oder mach Musik an und beweg dich ein bisschen zu Hause. Das generiert Energie. Du musst es nicht übertreiben – fang langsam an und steigere dich dann.
Bewegung bringt auch das Gehirn in Bewegung und schafft Motivation. Am besten an der frischen Luft, auch wenn es richtig kalt ist. Gestern waren wir auch noch mal abends draußen, als die Sonne schon langsam unterging – 20 Minuten, und das hat total gut getan.
Frische Luft ist sehr, sehr wichtig und schafft auch Motivation. Also auch wenn es dunkel ist: Geh raus! Der Sauerstoff hilft dir, dass du ein bisschen mehr Drall kriegst und Dinge machen willst.
8. Mach dir einen Plan mit Meilensteinen
Viele kleine Schritte bringen dich auch zum Ziel. Wenn du weißt, welche kleinen Schritte dich dorthin bringen, mach dir einen Plan aus diesen kleinen Schritten. Dann weißt du auch, in welche Richtung das Ganze geht.
Nachdem du kleine Schritte für den Start gemacht hast, setze dir kleine Meilensteine, wo du hin willst. Du hast also mit Sport angefangen – jetzt kannst du dir kleine Ziele setzen, die dann erreichen, abhaken und diesen Erfolg feiern. Das hilft dir, langfristig Motivation aufzubauen, weil du dir auf die Schulter klopfen kannst: „Den Punkt hab ich erreicht, das Ziel hab ich erreicht!“
9. Feiere kleine Erfolge
Kleine Schritte zu erreichen und die dann auch zu feiern – das ist so wichtig! Es muss nicht die große Party sein, aber erkenne an, was du geschafft hast. Das gibt dir Schwung für die nächsten Schritte.
10. Tu dich mit anderen zusammen
Wenn es dir alleine schwerfällt, finde Menschen, die mit dir gemeinsam das gleiche oder ein ähnliches Ziel haben, und motiviert euch gegenseitig. Das ist sehr, sehr hilfreich!
Das ist auch der Grund, warum wir zum Beispiel in meiner Aufräum-Challenge gemeinsam aufräumen. Aktuell sind die Inhalte zwar als Online-Kurs aufgebaut, aber es gibt mehrere Videos, in denen du mich aufräumen siehst, so dass wir gemeinsam arbeiten können. Und tatsächlich treffen sich immer noch einige Teilnehmerinnen regelmäßig selbstorganisiert online und räumen weiter gemeinsam auf. Es motiviert einen Termin zu haben, zu dem auch andere Leute am Arbeiten sind. Auch wenn man gerade gar keine Lust hat – weil die anderen auch was tun, macht man dann halt trotzdem was.
Konkrete Beispiele für deine Neujahrsvorsätze
Wenn du fitter werden oder abnehmen willst
Geh nicht sofort ins Fitnessstudio, wenn dir das schwerfällt. Mach erstmal mehr kleine Bewegungen in deinem Alltag:
- Ein paar Squats beim Zähneputzen
- Die Beine hochnehmen nach vorne oder hinten beim Zähneputzen – so kleine Marschierübungen
- Beim Fernsehgucken nicht sitzen, sondern ein bisschen auf der Stelle laufen
- Im Stehen arbeiten statt im Sitzen (z.B. mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch)
Solche kleinen Dinge erhöhen den Grundumsatz und steigern die Muskelmasse – zwar nur ganz bisschen, aber immer ein bisschen mehr bringt auch viel. Und dann kriegst du mehr Lust auf mehr Bewegung!
Beim Abnehmen: Lass nicht gleich alles weg. Natürlich kannst du kleinere Teller nehmen und kleinere Portionen drauf füllen. Aber wenn du dich von Schokolade und Co. entwöhnen möchtest, ist es erstmal viel einfacher, mehr Gesundes einzubauen. Darüber stellst du die Darmflora langsam um, von fettig und süß auf frisch und gesund. Dann reduzierst du nach und nach die ungesünderen Sachen.
Bau erst mal einen Apfel ein, iss mehr Salat, mehr gesunde Ballaststoffe. Und wenn du das geschafft hast, lass die ungesunden Sachen langsam weg.
Wenn du aufräumen willst
Wenn du überhaupt nicht weißt, wo du anfangen sollst: Nimm dir eine Schublade oder eine Ecke – eine kleine Fläche, die leicht ist. Damit hast du erstmal ein Erfolgserlebnis. Von dieser „Ruheinsel“ aus kann sich die Ordnung dann nach rechts, links, oben, unten langsam ausbreiten. Du machst immer Schritt für Schritt weiter.
Das sind nicht die Quantensprünge zu Beginn, aber dadurch kannst du langsam aufräumen, ohne dich in die Überforderung zu bringen.
Wenn du Steuerthemen oder Ablage hast
Sortiere einfach mal die Steuerbelege für einen Monat. Oder mach den ersten Schritt beim Sortieren deiner Papierablage. Irgendwas Kleines, was dir hilft, ins Tun zu kommen, ohne dass du gleich in Überforderung gehst.
Wenn es um Weiterbildung geht
Mach ein erstes Brainstorming für eine Hausarbeit, die du noch schreiben willst. Schreib alles auf, was da ungefähr rein soll, und dann pick dir eine Überschrift raus und fang damit an.
Oder wenn du eine Prüfung vor Augen hast: Guck ein YouTube-Video zu dem Thema, um erstmal reinzukommen. Frag eine KI, was sie darüber weiß (mit aller Vorsicht natürlich). Fang mit irgendetwas Leichtem an, was dir Freude macht, um überhaupt eine „Schubladenkommode“ in deinem Gehirn hinzustellen, wo du dann den Lernstoff nach und nach reinlegen kannst.
Deine Neujahrsvorsätze können gelingen!
Gute Vorsätze müssen nicht scheitern. Mit den richtigen Strategien, realistischen Erwartungen und vor allem mit Selbstmitgefühl kannst du deine Veränderungen wirklich schaffen. Der Schlüssel liegt in kleinen Schritten, guter Motivation durch Visualisierung und soziale Unterstützung – und darin, dass du verstehst, dass der Januar und Februar einfach herausfordernde Monate sind.
Sei freundlich zu dir selbst. Fang klein an. Und feiere jeden Schritt, den du machst. So werden aus Neujahrsvorsätzen echte, nachhaltige Veränderungen in deinem Leben.
Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Vorsätzen und freue mich, wenn du dranbleibst. Wenn du Unterstützung brauchst – such dir Menschen, die mit dir gemeinsam arbeiten. Zusammen ist es so viel leichter!
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Alles Gute für dein neues Jahr! 🎉

