Mehr Energie für deine Vorsätze: 10 Ideen

Du hast dir etwas vorgenommen für dieses Jahr – und trotzdem kommt du einfach nicht so richtig in die Gänge? Du bist nicht allein. Gerade jetzt, im Januar, Februar und März, kämpfen viele Menschen damit, ihre guten Vorsätze wirklich umzusetzen. Und das hat gute Gründe.

Erst mal: Bitte leg den Knüppel weg!

Falls du gerade mit dir haderst, weil es schon Mitte Januar ist und dein Vorsatz noch kaum angelaufen ist – ich bitte dich: Mach dich nicht fertig. Denn es gibt handfeste Gründe, warum das Aufschieben und die fehlende Motivation gerade besonders stark sind:

Zumindest in Norddeutschland (und vielen anderen Regionen) ist es dunkel, kalt und grau. Von Natur aus wäre jetzt eigentlich Winterschlaf angesagt – eine warme Decke, ein Buch, eine Tasse Tee. Die Feiertage waren für viele stressig und kräftezehrend, und Lichtmangel sowie Vitamin-D-Mangel können uns in eine Art saisonale Verstimmung rutschen lassen, die echte Prokrastination und das Aufschieben von Vorhaben begünstigt. Das ist keine Schwäche – das ist schlicht Biologie.

Das bedeutet aber nicht, dass wir uns einfach bemitleiden und alles liegenlassen. Es bedeutet nur: Sei realistisch, was gerade geht – und starte dann klug. Hier kommen meine 10 Ideen.

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Möchtest du die Inhalte dieses Artikels lieber hören/sehen? Dann schau oder hör dir meine Podcast-Folge 155 an. Alle Links zum Podcast findest du hier.

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10 Ideen für mehr Energie und weniger Aufschieben

1. Warte auf den Frühling – oder ein anderes Datum

Das ist die radikal ehrliche Option: Wenn es gerade wirklich nicht geht, weil du krank bist oder einfach keine Kapazitäten hast, dann verschieb den Start. Das Chinesische Neujahr im Februar oder der Frühlingsanfang im März sind energetisch viel bessere Startpunkte. Mehr Licht, mehr Wärme, mehr natürliche Aufbruchsstimmung – das hilft einfach.

2. Nicht alles auf einmal – bitte!

Diät halten, täglich Sport, Haushalt perfekt, Steuererklärung fertig, neues Hobby starten – und das alles gleichzeitig? Das ist eine Einladung zur Überforderung und damit ein Garant fürs Aufschieben. Such dir eine einzige Sache aus, die dir jetzt am wichtigsten ist. Nur eine. Und fang damit an. Alles andere kommt später, wenn du erst einmal Fahrt aufgenommen hast.

3. Erst Gesundheit, dann Vorsätze

Wenn du gerade angeschlagen bist, ist Selbstfürsorge der erste und wichtigste Schritt. Das kann bedeuten, dass du jetzt keine großen Aufräumaktionen startest, sondern stattdessen in Ruhe ein Buch liest, das du schon lange lesen wolltest, oder eine Weiterbildung vom Sofa aus machst. Sport kommt dann, wenn der Körper auch mitmacht.

4. Kleine Schritte – wirklich kleine

Das klingt banal, ist aber einer der wirksamsten Tipps gegen Prokrastination. Wer bisher gar keinen Sport macht und sich jetzt dreimal pro Woche ins Fitnessstudio vornimmt, landet nach zwei Wochen mit Muskelkater auf dem Sofa – und geht nie wieder hin. Viel klüger: Starte mit 10 Sit-ups morgens. Oder nimm einmal die Treppe statt den Aufzug. Was sich nachhaltig hält und über Wochen durchgehalten werden kann, bringt langfristig viel mehr als der große Anlauf, der nach zwei Wochen wieder endet.

5. Stelle dir vor, wie es ist, wenn du das Ziel erreicht hast

Wir neigen dazu, uns immer anzuschauen, was noch nicht klappt – und das zieht die Motivation runter. Dreh den Blick um: Wie fühlt es sich an, wenn du dein Ziel erreicht hast? Wie sieht dein aufgeräumtes Wohnzimmer aus? Wie fühlst du dich nach dem Lauf, den du geschafft hast? Dieses gedankliche Hochziehen an einem erstrebenswerten Bild ist eine kraftvolle Methode im Selbstmanagement – und hilft dem Unterbewusstsein, in die richtige Richtung zu gehen.

6. Visualisieren – mit Bildern, Filmen, Vorstellungskraft

Einen Schritt weiter geht das aktive Visualisieren: Suche dir Bilder raus, die dein Ziel repräsentieren. Schau dir einen Film an, der dich motiviert. Stell dir so konkret wie möglich vor – am besten mit allen Sinnen –, wie du dein Ziel erreichst. Das ist keine Wunschdenk-Romantik, sondern eine nachgewiesene Methode, um Motivation zu erzeugen und das eigene Verhalten in eine bestimmte Richtung zu lenken. Wer nur auf den Status quo schaut, erzeugt das Gegenteil.

7. Beweg dich – auch wenn Sport nicht dein Vorsatz ist

Bewegung bringt nicht nur den Körper, sondern auch das Gehirn in Schwung. Gerade nach den Feiertagen, wo viele viel saßen und lagen, ist der Körper ein bisschen eingerostet. Auch wenn es draußen grau und kalt ist: Ein Spaziergang an der frischen Luft tut Wunder. Sauerstoff und Bewegung schaffen Energie und damit auch Motivation, andere Dinge anzugehen. Ich war gestern Abend noch kurz raus, obwohl die Sonne schon unterging – und es hat wirklich gut getan.

8. Mach einen Plan mit kleinen Meilensteinen

Kleine Schritte allein reichen nicht – du brauchst auch eine Richtung. Sobald du mit deinem ersten kleinen Schritt ins Tun gekommen bist, mach dir einen Plan: Was ist der nächste kleine Meilenstein? Und der übernächste? So weißt du immer, wohin es geht, und kannst jeden erreichten Punkt auch feiern. Dieses Abhaken und Anerkennen des eigenen Fortschritts ist ein echtes Motivationsbooster im Selbstmanagement – und eine wirksame Gegenstrategie zum Aufschieben.

9. Feiere jeden Erfolg – auch die kleinen

Das klingt vielleicht seltsam, aber ernst gemeint: Klopf dir auf die Schulter. Sag dir innerlich: Ich habe das geschafft! Dieser kleine Akt der Anerkennung eigenen Tuns ist psychologisch hochrelevant und baut Motivation auf.

10. Tu dich mit anderen zusammen

Wenn es alleine schwerfällt: Such dir Menschen, die ein ähnliches Ziel haben, und motiviert euch gegenseitig. Das kann ganz konkret sein – ein gemeinsamer Sporttermin, ein Lernbuddy, oder ein virtuelles gemeinsames Arbeiten. In meiner Aufräum-Challenge erleben wir das gerade hautnah: Wenn andere auch am Arbeiten sind, macht man selbst einfach auch was – auch wenn man eigentlich gar keine Lust hat. Soziale Unterstützung ist eine der wirksamsten Strategien gegen Prokrastination.

Konkrete Beispiele: So kannst du starten

Du willst fitter werden oder abnehmen? Starte nicht gleich mit Fitnessstudio-Abo, sondern mit kleinen Bewegungseinheiten im Alltag: ein paar Kniebeugen beim Zähneputzen, im Stehen arbeiten, beim Fernsehen auf der Stelle laufen. Wer abnehmen möchte, tut gut daran, zunächst mehr Gesundes einzubauen – einen Apfel mehr, mehr Salat, mehr Ballaststoffe – statt sofort alles Ungesunde zu streichen. Die Darmflora dankt es dir.

Du willst aufräumen, weißt aber nicht wo anfangen? Dann such dir eine einzige Schublade oder eine kleine Ecke, das wird zur sogenannten Ruheinsel, von der aus sich Ordnung nach und nach ausbreiten kann. Oder beim Thema Steuern: Sortiere einfach mal die Belege für einen Monat. Das reicht für heute.

Du hast eine Hausarbeit oder Prüfung vor dir? Mach zunächst ein Brainstorming zu allem, was dir dazu einfallt. Dann such dir einen einzigen Unterpunkt heraus, mit dem du anfängst. Oder schau ein YouTube-Video zum Thema, um überhaupt erst eine Art Schubladenkommode in deinem Kopf aufzustellen, in die du den Stoff dann einsortieren kannst.

Fazit: Sanft in Bewegung kommen statt überwältigt stehen bleiben

Gute Vorsätze scheitern selten am Willen – sie scheitern daran, dass wir zu viel auf einmal wollen, zu ungünstigen Bedingungen starten und uns bei den ersten Stolpersteinen sofort selbst geißeln. Das Gegenmittel ist keine eiserne Disziplin, sondern kluge Strategie: kleine Schritte, realistische Erwartungen, soziale Unterstützung und die Bereitschaft, den eigenen Fortschritt auch anzuerkennen.

Du bist nicht gescheitert, wenn es im Januar noch holprig läuft. Du fängst gerade erst an – und das ist gut so.

Was hast du dir vorgenommen für dieses Jahr? Ich freue mich, von dir zu hören. Und wenn du Fragen hast oder Themen, zu denen du dir einen Blogartikel oder Podcast wünschst, melde dich auch gerne über das Kontaktformular.

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10 Ideen für mehr Motivation bei Neujahrsvorsätzen – so gelingen deine Vorsätze wirklich

Frohes neues Jahr! Hast du dir gute Vorsätze fürs neue Jahr vorgenommen? Und kämpfst du vielleicht schon ein bisschen damit, diese Neujahrsvorsätze auch wirklich umzusetzen? Wenn du nicht weißt, wie du richtig rankommst an deine Vorsätze und nach mehr Motivation suchst, dann bleib dran. In diesem Artikel gebe ich dir 10 konkrete Ideen, wie du mehr Energie für deine Veränderungen hast – und wie du deine Ziele auch wirklich erreichst.

Falls du lieber hörst oder schaust als zu lesen, kannst du dir auch die Podcast-Folge 155 auf Youtube ansehen oder auf einer Podcast-Plattform deiner Wahl anhören (alle Links und ein direkter Player ist hier zu finden).

Warum scheitern so viele Neujahrsvorsätze?

Zunächst mal: Falls du dir etwas vorgenommen hast und es ist schon Mitte Januar und du kommst überhaupt nicht voran – leg den inneren Knüppel weg! Mach dich bitte nicht fertig. Denn es gibt gute Gründe, warum es besonders im Januar und Februar so schwierig ist, gute Vorsätze durchzuziehen.

Zumindest hier in Norddeutschland (ich kann für deine Region natürlich nicht sprechen) ist es dunkel, kalt, und viele sind ein bisschen kränklich. Man hat insgesamt einfach nicht so viel Energie. Von der Natur aus sind wir gerade im Winterschlaf-Modus. Eigentlich wollen wir mit einer warmen Decke auf dem Sofa liegen, den Ofen anmachen, ein Buch lesen und einen Tee trinken. Sei ehrlich: Geht es dir auch so?

Dazu kommt, dass für viele die Feiertage super stressig waren. Man fährt von A nach B, besucht Familie und Freunde – das ist wunderschön, aber auch anstrengend. Das Hin- und Herfahren, das Packen, die kurzen Nächte… viele kommen nicht erholt aus den Feiertagen und bräuchten eigentlich erstmal Urlaub.

Oder vielleicht hattest du es sehr gemütlich und bist jetzt so ein bisschen in Gemütlichkeit versackt und noch gar nicht richtig hochgefahren. Auch das ist völlig normal.

Warum der Januar so herausfordernd ist

Durch den Lichtmangel, Vitamin-D-Mangel, weniger Bewegung, mehr zuckerhaltiges und fettiges Essen rutschen viele in eine saisonale Depression. Auch wenn es keine echte klinische Depression ist – wir sind ein bisschen down, nicht ganz so motiviert, alles ist etwas schwergängig.

Das muss man alles mitberücksichtigen. Wenn einer oder mehrere dieser Punkte auf dich zutreffen, dann hör bitte auf, dich fertigzumachen. Es ist wirklich schwierig gerade. Das heißt aber nicht, dass wir stehenbleiben, uns bemitleiden und alles fallen lassen müssen. Jetzt kommen meine 10 Ideen für mehr Motivation und Energie!

10 praktische Tipps: So gelingen deine Neujahrsvorsätze

1. Warte auf den Frühling (wenn möglich)

Die einfachste Lösung: Warte auf den Frühling, wenn du es dir zeitlich leisten kannst. Nimm das chinesische Neujahr im Februar oder den Frühlingsanfang im März als neuen Start für deine Vorsätze. Das ist energetisch ein bisschen einfacher, weil es dann heller ist, wärmer wird und die Natur wieder wächst. Das macht uns naturgemäß bessere Laune und dann ist Veränderung leichter.

2. Nicht alles auf einmal

Ich kann es nicht oft genug sagen: Bitte mach nicht gleichzeitig Diät, mehr Sport, den Haushalt picobello, die Steuererklärung und was weiß ich noch alles! Besonders wenn du nicht so fit bist, ist das totale Überforderung.

Such dir erstmal eine Sache raus, die dir jetzt am wichtigsten ist, und fang einfach damit an. So kommst du langsam in Schwung. Wenn du merkst, dass du angeschlagen bist, kümmere dich vielleicht als Allererstes um deine Gesundheit.

3. Gesundheit zuerst

Das kann auch heißen, dass du jetzt nicht super viel rumräumst oder Sport machst, sondern erstmal Tätigkeiten machst, die ein bisschen ruhiger sind. Vielleicht liest du ein Buch, das du schon lange lesen wolltest, oder kümmerst dich um eine Weiterbildung, die du vom Sofa aus machen kannst. Und Sport stellst du dann einfach erstmal ein bisschen weiter nach hinten, bis du dich körperlich fit fühlst.

4. Kleine Schritte sind der Schlüssel

Kleine Schritte sind ganz, ganz wichtig! Wir halten einfach in der Regel nicht durch, wenn wir zu viel auf einmal versuchen.

Beispiel Sport: Wenn du bisher gar keinen Sport gemacht hast und jetzt sagst „Ich gehe dreimal die Woche ins Fitnessstudio“, dann schaffst du das vielleicht ein, zwei Wochen. Dann hast du fürchterlichen Muskelkater, die Motivation leidet, und in der dritten Woche gehst du gar nicht mehr hin.

Besser: Fang langsam an mit kleinen Dingen, die du wirklich durchhalten kannst – „sustainable“, wie man auf Englisch sagt. Vielleicht sind das einfach 10 Sit-ups morgens oder einmal ein Stockwerk höher gehen bei der Treppe. Das kannst du über zwei, drei, vier, fünf oder mehr Wochen wirklich durchhalten. Und wenn du dann so fit bist, dass du denkst „jetzt Fitnessstudio“ – dann erst!

5. Visualisiere dein Ziel

Alles, was dir hilft, Motivation zu generieren, bevor du startest, ist wertvoll. Versuche, dir vorzustellen: Wie wird das sein, wenn du erreicht hast, was du erreichen willst?

Wir sind ja oft mit dem Blick bei dem, wie es gerade nicht läuft – und das zieht die Motivation runter. Aber daran zu denken, wie toll es ist, wenn du das Ziel erreicht hast, und dich daran hochzuziehen – das kann helfen, dass du wirklich in Wallung kommst und mehr Power generierst.

6. Nutze Bilder und Filme zur Inspiration

Du kannst nicht nur daran denken, wie es sein wird – du kannst dir auch Bilder im Internet suchen, wie toll das dann aussieht. Oder du guckst einen Film, der dazu passt. Visualisiere vor deinem geistigen Auge: Sieh dich, wie du einen bestimmten Lauf schaffst, wie du bestimmte Gewichte stemmst, wie du eine Arbeit abgibst, wie toll dein Wohnzimmer aussieht, wenn du aufgeräumt hast.

Versuche, dich da richtig reinzuversetzen. Das kann Motivation steigern und auch dein Unterbewusstsein mitnehmen, dass du wirklich in diese Richtung gehst.

7. Bewegung bringt Energie

Egal, ob Sport eines deiner Neujahrsvorsätze ist oder nicht: Bewegung bringt auch den Körper in Bewegung! Gerade wenn du vielleicht viel rumgesessen oder rumgelegen hast über die Feiertage, dann ist der Körper so ein bisschen entwöhnt.

Auch wenn das vielleicht gerade das Letzte ist, was du machen willst: Geh raus, beweg dich! Oder mach Musik an und beweg dich ein bisschen zu Hause. Das generiert Energie. Du musst es nicht übertreiben – fang langsam an und steigere dich dann.

Bewegung bringt auch das Gehirn in Bewegung und schafft Motivation. Am besten an der frischen Luft, auch wenn es richtig kalt ist. Gestern waren wir auch noch mal abends draußen, als die Sonne schon langsam unterging – 20 Minuten, und das hat total gut getan.

Frische Luft ist sehr, sehr wichtig und schafft auch Motivation. Also auch wenn es dunkel ist: Geh raus! Der Sauerstoff hilft dir, dass du ein bisschen mehr Drall kriegst und Dinge machen willst.

8. Mach dir einen Plan mit Meilensteinen

Viele kleine Schritte bringen dich auch zum Ziel. Wenn du weißt, welche kleinen Schritte dich dorthin bringen, mach dir einen Plan aus diesen kleinen Schritten. Dann weißt du auch, in welche Richtung das Ganze geht.

Nachdem du kleine Schritte für den Start gemacht hast, setze dir kleine Meilensteine, wo du hin willst. Du hast also mit Sport angefangen – jetzt kannst du dir kleine Ziele setzen, die dann erreichen, abhaken und diesen Erfolg feiern. Das hilft dir, langfristig Motivation aufzubauen, weil du dir auf die Schulter klopfen kannst: „Den Punkt hab ich erreicht, das Ziel hab ich erreicht!“

9. Feiere kleine Erfolge

Kleine Schritte zu erreichen und die dann auch zu feiern – das ist so wichtig! Es muss nicht die große Party sein, aber erkenne an, was du geschafft hast. Das gibt dir Schwung für die nächsten Schritte.

10. Tu dich mit anderen zusammen

Wenn es dir alleine schwerfällt, finde Menschen, die mit dir gemeinsam das gleiche oder ein ähnliches Ziel haben, und motiviert euch gegenseitig. Das ist sehr, sehr hilfreich!

Das ist auch der Grund, warum wir zum Beispiel in meiner Aufräum-Challenge gemeinsam aufräumen. Aktuell sind die Inhalte zwar als Online-Kurs aufgebaut, aber es gibt mehrere Videos, in denen du mich aufräumen siehst, so dass wir gemeinsam arbeiten können. Und tatsächlich treffen sich immer noch einige Teilnehmerinnen regelmäßig selbstorganisiert online und räumen weiter gemeinsam auf. Es motiviert einen Termin zu haben, zu dem auch andere Leute am Arbeiten sind. Auch wenn man gerade gar keine Lust hat – weil die anderen auch was tun, macht man dann halt trotzdem was.

Konkrete Beispiele für deine Neujahrsvorsätze

Wenn du fitter werden oder abnehmen willst

Geh nicht sofort ins Fitnessstudio, wenn dir das schwerfällt. Mach erstmal mehr kleine Bewegungen in deinem Alltag:

  • Ein paar Squats beim Zähneputzen
  • Die Beine hochnehmen nach vorne oder hinten beim Zähneputzen – so kleine Marschierübungen
  • Beim Fernsehgucken nicht sitzen, sondern ein bisschen auf der Stelle laufen
  • Im Stehen arbeiten statt im Sitzen (z.B. mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch)

Solche kleinen Dinge erhöhen den Grundumsatz und steigern die Muskelmasse – zwar nur ganz bisschen, aber immer ein bisschen mehr bringt auch viel. Und dann kriegst du mehr Lust auf mehr Bewegung!

Beim Abnehmen: Lass nicht gleich alles weg. Natürlich kannst du kleinere Teller nehmen und kleinere Portionen drauf füllen. Aber wenn du dich von Schokolade und Co. entwöhnen möchtest, ist es erstmal viel einfacher, mehr Gesundes einzubauen. Darüber stellst du die Darmflora langsam um, von fettig und süß auf frisch und gesund. Dann reduzierst du nach und nach die ungesünderen Sachen.

Bau erst mal einen Apfel ein, iss mehr Salat, mehr gesunde Ballaststoffe. Und wenn du das geschafft hast, lass die ungesunden Sachen langsam weg.

Wenn du aufräumen willst

Wenn du überhaupt nicht weißt, wo du anfangen sollst: Nimm dir eine Schublade oder eine Ecke – eine kleine Fläche, die leicht ist. Damit hast du erstmal ein Erfolgserlebnis. Von dieser „Ruheinsel“ aus kann sich die Ordnung dann nach rechts, links, oben, unten langsam ausbreiten. Du machst immer Schritt für Schritt weiter.

Das sind nicht die Quantensprünge zu Beginn, aber dadurch kannst du langsam aufräumen, ohne dich in die Überforderung zu bringen.

Wenn du Steuerthemen oder Ablage hast

Sortiere einfach mal die Steuerbelege für einen Monat. Oder mach den ersten Schritt beim Sortieren deiner Papierablage. Irgendwas Kleines, was dir hilft, ins Tun zu kommen, ohne dass du gleich in Überforderung gehst.

Wenn es um Weiterbildung geht

Mach ein erstes Brainstorming für eine Hausarbeit, die du noch schreiben willst. Schreib alles auf, was da ungefähr rein soll, und dann pick dir eine Überschrift raus und fang damit an.

Oder wenn du eine Prüfung vor Augen hast: Guck ein YouTube-Video zu dem Thema, um erstmal reinzukommen. Frag eine KI, was sie darüber weiß (mit aller Vorsicht natürlich). Fang mit irgendetwas Leichtem an, was dir Freude macht, um überhaupt eine „Schubladenkommode“ in deinem Gehirn hinzustellen, wo du dann den Lernstoff nach und nach reinlegen kannst.

Deine Neujahrsvorsätze können gelingen!

Gute Vorsätze müssen nicht scheitern. Mit den richtigen Strategien, realistischen Erwartungen und vor allem mit Selbstmitgefühl kannst du deine Veränderungen wirklich schaffen. Der Schlüssel liegt in kleinen Schritten, guter Motivation durch Visualisierung und soziale Unterstützung – und darin, dass du verstehst, dass der Januar und Februar einfach herausfordernde Monate sind.

Sei freundlich zu dir selbst. Fang klein an. Und feiere jeden Schritt, den du machst. So werden aus Neujahrsvorsätzen echte, nachhaltige Veränderungen in deinem Leben.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Vorsätzen und freue mich, wenn du dranbleibst. Wenn du Unterstützung brauchst – such dir Menschen, die mit dir gemeinsam arbeiten. Zusammen ist es so viel leichter!

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Weniger Prokrastination und entspanntes Zeitmanagement mit der Ivy Lee Methode

In diesem Beitrag stelle ich dir eine sehr einfache Methode vor, die viele noch gar nicht kennen. Mit dieser Methode kannst du ohne viel Aufwand eine gute Planung machen. Dadurch kannst du effizienter arbeiten, mehr schaffen und dadurch motivierter sein, weil du nicht so eine endlos lange To-Do-Liste hast, die am Ende des Tages fast genauso lang ist wie am Morgen.

Die Methode besteht aus 6 einfachen Schritten, die ich dir im folgenden Video der Reihe nach erkläre:

Falls du lieber liest, hier die Zusammenfassung:

  1. Du notierst dir die 6 wichtigsten Aufgaben für morgen, wenn du am Abend vorplanst (oder für heute wenn du jetzt sofort anfangen willst)
  2. Bring die Aufgaben in die richtige Reihenfolge. D.h. sortiere sie nach Priorität 1 – 6, Priorität 1 ist am wichtigsten. (Meinen Artikel über Prioritäten findest du hier.)
  3. Do it! Erledige Aufgabe 1. 🙂 Hier für kannst du alle Techniken nutzen, die du kennst, z.B. große Aufgaben unterteilen, Pomodoro-Technik, Umgang mit Emotionen zur Aufgabe,…
  4. Überprüfe die restlichen Prioritäten 2 – 6. Stimmt noch alles? Falls nicht, passe die Prioritäten an.
  5. Erledige Aufgabe 2, dann wiederhole Schritt 4 und geh danach die nächste Aufgabe an, bis alles erledigt oder der Tag vorbei ist.
  6. Erstelle eine neue Liste mit 6 Aufgaben für den nächsten Tag.

Soweit die „reine Lehre“. Wenn du mir schon ein bisschen folgst, weißt du, dass ich die „Queen des Anpassens und Abwandelns“ bin. D.h. ich empfehle u.U. auch, die Methode auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. D.h. von mir aus könntest du dir auch nur 3 Aufgaben vornehmen.

Wichtig ist aber, dass du realistisch planst. 20 – 30 To-Do’s für einen Tag sind in der Regel nicht zu schaffen. Und sich ständig zu viel vorzunehmen und das nicht zu schaffen, wirkt sich negativ auf die eigene Motivation aus. Dann fühlst du dich, als hättest du „nichts geschafft“ und bist unzufrieden mit dir selbst. Im Gegenteil dazu fühlt es sich einfach gut an und ist motivierend, wenn du dein Tagwerk abends geschafft hast. Dann kannst du guten Gewissens deinen Feierabend genießen.

Insofern ist die Ivy-Lee-Methode einerseits gut geeignet, um weniger aufzuschieben, weil du gleich morgens weißt, womit du starten willst und nicht zuerst überlegen musst, was zu tun ist. Es gibt also eine Ausrede weniger ;-). Und dadurch, dass die wichtigste Aufgabe zuerst dran kommt, umgehst du den Impuls, dich davor womöglich zu drücken, weil die Aufgabe in irgendeiner Form unangenehm ist.

Und andererseits führt die Methode zu mehr Entspannung, weil du abends deinen Erfolg siehst und v.a. die wichtigsten Aufgaben schon erledigt hast.

Zur Geschichte der Methode:

1918 suchte Charles M. Schwab, der Präsident des zweitgrößten Stahlunternehmens der damaligen Zeit, „Bethlehem Steel“, einen Weg zu mehr Produktivität und Effizienz im Unternehmen. Ivy Lee war damals ein Experte für Produktivität und Schwab fragte ihn „Wie könnten wir in der gleichen Zeit produktiver sein?“. Ivy Lee antwortete: „Um das zu beantworten, brauche ich 15 Minuten mit Ihnen und Ihren Führungskräften. Danach können Sie die Methode drei Monate lang ausprobieren. Anschließend können Sie mir das Bezahlen, was Sie für angemessen halten.“ Er bekam 25.000 US Dollar. Das wäre auch heute für 15 Minuten schon ein guter Lohn, aber damals war es ungleich mehr Geld. Daran sieht man, dass die Methode erstaunlich gut funktioniert haben muss. (Sie wird manchmal auch 25.000 $-Methode genannt.)

Die Vorteile der Methode auf einen Blick:

  • Klarer Fokus auf wenige Aufgaben. Du weißt genau, was zu tun ist.
  • Klarheit: Klare Prioritäten. Es ist ganz klar, was zu tun ist.
  • Weniger „Selbst-Beschummeln“, d.h. du merkst, wenn du das weniger wichtige zuerst machst.
  • Effizienz: Das Ziel ist möglichst ungestörte Arbeit ohne Ablenkung. Dafür kannst du z.B. ergänzend die Pomodoro-Technik nutzen.
  • Schriftlicher Überblick über die Aufgaben.
  • Motivation durch Erfolgserlebnisse durch das Erledigen und Abhaken wirklich wichtiger Aufgaben.
  • Einfache Anwendung: Papier und Stift reicht.
  • Leichter Einstieg am Morgen.

Probier es am besten jetzt gleich aus und erstell dir deine erste Liste nach der Ivy-Lee-Methode. Schreib mir gern, wie es geklappt hat.

Ich wünsche dir einen schönen, angenehmen, produktiven Tag!

Herzliche Grüße

Deine Catrin

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