10 Ideen für mehr Motivation bei Neujahrsvorsätzen – so gelingen deine Vorsätze wirklich

Frohes neues Jahr! Hast du dir gute Vorsätze fürs neue Jahr vorgenommen? Und kämpfst du vielleicht schon ein bisschen damit, diese Neujahrsvorsätze auch wirklich umzusetzen? Wenn du nicht weißt, wie du richtig rankommst an deine Vorsätze und nach mehr Motivation suchst, dann bleib dran. In diesem Artikel gebe ich dir 10 konkrete Ideen, wie du mehr Energie für deine Veränderungen hast – und wie du deine Ziele auch wirklich erreichst.

Falls du lieber hörst oder schaust als zu lesen, kannst du dir auch die Podcast-Folge 155 auf Youtube ansehen oder auf einer Podcast-Plattform deiner Wahl anhören (alle Links und ein direkter Player ist hier zu finden).

Warum scheitern so viele Neujahrsvorsätze?

Zunächst mal: Falls du dir etwas vorgenommen hast und es ist schon Mitte Januar und du kommst überhaupt nicht voran – leg den inneren Knüppel weg! Mach dich bitte nicht fertig. Denn es gibt gute Gründe, warum es besonders im Januar und Februar so schwierig ist, gute Vorsätze durchzuziehen.

Zumindest hier in Norddeutschland (ich kann für deine Region natürlich nicht sprechen) ist es dunkel, kalt, und viele sind ein bisschen kränklich. Man hat insgesamt einfach nicht so viel Energie. Von der Natur aus sind wir gerade im Winterschlaf-Modus. Eigentlich wollen wir mit einer warmen Decke auf dem Sofa liegen, den Ofen anmachen, ein Buch lesen und einen Tee trinken. Sei ehrlich: Geht es dir auch so?

Dazu kommt, dass für viele die Feiertage super stressig waren. Man fährt von A nach B, besucht Familie und Freunde – das ist wunderschön, aber auch anstrengend. Das Hin- und Herfahren, das Packen, die kurzen Nächte… viele kommen nicht erholt aus den Feiertagen und bräuchten eigentlich erstmal Urlaub.

Oder vielleicht hattest du es sehr gemütlich und bist jetzt so ein bisschen in Gemütlichkeit versackt und noch gar nicht richtig hochgefahren. Auch das ist völlig normal.

Warum der Januar so herausfordernd ist

Durch den Lichtmangel, Vitamin-D-Mangel, weniger Bewegung, mehr zuckerhaltiges und fettiges Essen rutschen viele in eine saisonale Depression. Auch wenn es keine echte klinische Depression ist – wir sind ein bisschen down, nicht ganz so motiviert, alles ist etwas schwergängig.

Das muss man alles mitberücksichtigen. Wenn einer oder mehrere dieser Punkte auf dich zutreffen, dann hör bitte auf, dich fertigzumachen. Es ist wirklich schwierig gerade. Das heißt aber nicht, dass wir stehenbleiben, uns bemitleiden und alles fallen lassen müssen. Jetzt kommen meine 10 Ideen für mehr Motivation und Energie!

10 praktische Tipps: So gelingen deine Neujahrsvorsätze

1. Warte auf den Frühling (wenn möglich)

Die einfachste Lösung: Warte auf den Frühling, wenn du es dir zeitlich leisten kannst. Nimm das chinesische Neujahr im Februar oder den Frühlingsanfang im März als neuen Start für deine Vorsätze. Das ist energetisch ein bisschen einfacher, weil es dann heller ist, wärmer wird und die Natur wieder wächst. Das macht uns naturgemäß bessere Laune und dann ist Veränderung leichter.

2. Nicht alles auf einmal

Ich kann es nicht oft genug sagen: Bitte mach nicht gleichzeitig Diät, mehr Sport, den Haushalt picobello, die Steuererklärung und was weiß ich noch alles! Besonders wenn du nicht so fit bist, ist das totale Überforderung.

Such dir erstmal eine Sache raus, die dir jetzt am wichtigsten ist, und fang einfach damit an. So kommst du langsam in Schwung. Wenn du merkst, dass du angeschlagen bist, kümmere dich vielleicht als Allererstes um deine Gesundheit.

3. Gesundheit zuerst

Das kann auch heißen, dass du jetzt nicht super viel rumräumst oder Sport machst, sondern erstmal Tätigkeiten machst, die ein bisschen ruhiger sind. Vielleicht liest du ein Buch, das du schon lange lesen wolltest, oder kümmerst dich um eine Weiterbildung, die du vom Sofa aus machen kannst. Und Sport stellst du dann einfach erstmal ein bisschen weiter nach hinten, bis du dich körperlich fit fühlst.

4. Kleine Schritte sind der Schlüssel

Kleine Schritte sind ganz, ganz wichtig! Wir halten einfach in der Regel nicht durch, wenn wir zu viel auf einmal versuchen.

Beispiel Sport: Wenn du bisher gar keinen Sport gemacht hast und jetzt sagst „Ich gehe dreimal die Woche ins Fitnessstudio“, dann schaffst du das vielleicht ein, zwei Wochen. Dann hast du fürchterlichen Muskelkater, die Motivation leidet, und in der dritten Woche gehst du gar nicht mehr hin.

Besser: Fang langsam an mit kleinen Dingen, die du wirklich durchhalten kannst – „sustainable“, wie man auf Englisch sagt. Vielleicht sind das einfach 10 Sit-ups morgens oder einmal ein Stockwerk höher gehen bei der Treppe. Das kannst du über zwei, drei, vier, fünf oder mehr Wochen wirklich durchhalten. Und wenn du dann so fit bist, dass du denkst „jetzt Fitnessstudio“ – dann erst!

5. Visualisiere dein Ziel

Alles, was dir hilft, Motivation zu generieren, bevor du startest, ist wertvoll. Versuche, dir vorzustellen: Wie wird das sein, wenn du erreicht hast, was du erreichen willst?

Wir sind ja oft mit dem Blick bei dem, wie es gerade nicht läuft – und das zieht die Motivation runter. Aber daran zu denken, wie toll es ist, wenn du das Ziel erreicht hast, und dich daran hochzuziehen – das kann helfen, dass du wirklich in Wallung kommst und mehr Power generierst.

6. Nutze Bilder und Filme zur Inspiration

Du kannst nicht nur daran denken, wie es sein wird – du kannst dir auch Bilder im Internet suchen, wie toll das dann aussieht. Oder du guckst einen Film, der dazu passt. Visualisiere vor deinem geistigen Auge: Sieh dich, wie du einen bestimmten Lauf schaffst, wie du bestimmte Gewichte stemmst, wie du eine Arbeit abgibst, wie toll dein Wohnzimmer aussieht, wenn du aufgeräumt hast.

Versuche, dich da richtig reinzuversetzen. Das kann Motivation steigern und auch dein Unterbewusstsein mitnehmen, dass du wirklich in diese Richtung gehst.

7. Bewegung bringt Energie

Egal, ob Sport eines deiner Neujahrsvorsätze ist oder nicht: Bewegung bringt auch den Körper in Bewegung! Gerade wenn du vielleicht viel rumgesessen oder rumgelegen hast über die Feiertage, dann ist der Körper so ein bisschen entwöhnt.

Auch wenn das vielleicht gerade das Letzte ist, was du machen willst: Geh raus, beweg dich! Oder mach Musik an und beweg dich ein bisschen zu Hause. Das generiert Energie. Du musst es nicht übertreiben – fang langsam an und steigere dich dann.

Bewegung bringt auch das Gehirn in Bewegung und schafft Motivation. Am besten an der frischen Luft, auch wenn es richtig kalt ist. Gestern waren wir auch noch mal abends draußen, als die Sonne schon langsam unterging – 20 Minuten, und das hat total gut getan.

Frische Luft ist sehr, sehr wichtig und schafft auch Motivation. Also auch wenn es dunkel ist: Geh raus! Der Sauerstoff hilft dir, dass du ein bisschen mehr Drall kriegst und Dinge machen willst.

8. Mach dir einen Plan mit Meilensteinen

Viele kleine Schritte bringen dich auch zum Ziel. Wenn du weißt, welche kleinen Schritte dich dorthin bringen, mach dir einen Plan aus diesen kleinen Schritten. Dann weißt du auch, in welche Richtung das Ganze geht.

Nachdem du kleine Schritte für den Start gemacht hast, setze dir kleine Meilensteine, wo du hin willst. Du hast also mit Sport angefangen – jetzt kannst du dir kleine Ziele setzen, die dann erreichen, abhaken und diesen Erfolg feiern. Das hilft dir, langfristig Motivation aufzubauen, weil du dir auf die Schulter klopfen kannst: „Den Punkt hab ich erreicht, das Ziel hab ich erreicht!“

9. Feiere kleine Erfolge

Kleine Schritte zu erreichen und die dann auch zu feiern – das ist so wichtig! Es muss nicht die große Party sein, aber erkenne an, was du geschafft hast. Das gibt dir Schwung für die nächsten Schritte.

10. Tu dich mit anderen zusammen

Wenn es dir alleine schwerfällt, finde Menschen, die mit dir gemeinsam das gleiche oder ein ähnliches Ziel haben, und motiviert euch gegenseitig. Das ist sehr, sehr hilfreich!

Das ist auch der Grund, warum wir zum Beispiel in meiner Aufräum-Challenge gemeinsam aufräumen. Aktuell sind die Inhalte zwar als Online-Kurs aufgebaut, aber es gibt mehrere Videos, in denen du mich aufräumen siehst, so dass wir gemeinsam arbeiten können. Und tatsächlich treffen sich immer noch einige Teilnehmerinnen regelmäßig selbstorganisiert online und räumen weiter gemeinsam auf. Es motiviert einen Termin zu haben, zu dem auch andere Leute am Arbeiten sind. Auch wenn man gerade gar keine Lust hat – weil die anderen auch was tun, macht man dann halt trotzdem was.

Konkrete Beispiele für deine Neujahrsvorsätze

Wenn du fitter werden oder abnehmen willst

Geh nicht sofort ins Fitnessstudio, wenn dir das schwerfällt. Mach erstmal mehr kleine Bewegungen in deinem Alltag:

  • Ein paar Squats beim Zähneputzen
  • Die Beine hochnehmen nach vorne oder hinten beim Zähneputzen – so kleine Marschierübungen
  • Beim Fernsehgucken nicht sitzen, sondern ein bisschen auf der Stelle laufen
  • Im Stehen arbeiten statt im Sitzen (z.B. mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch)

Solche kleinen Dinge erhöhen den Grundumsatz und steigern die Muskelmasse – zwar nur ganz bisschen, aber immer ein bisschen mehr bringt auch viel. Und dann kriegst du mehr Lust auf mehr Bewegung!

Beim Abnehmen: Lass nicht gleich alles weg. Natürlich kannst du kleinere Teller nehmen und kleinere Portionen drauf füllen. Aber wenn du dich von Schokolade und Co. entwöhnen möchtest, ist es erstmal viel einfacher, mehr Gesundes einzubauen. Darüber stellst du die Darmflora langsam um, von fettig und süß auf frisch und gesund. Dann reduzierst du nach und nach die ungesünderen Sachen.

Bau erst mal einen Apfel ein, iss mehr Salat, mehr gesunde Ballaststoffe. Und wenn du das geschafft hast, lass die ungesunden Sachen langsam weg.

Wenn du aufräumen willst

Wenn du überhaupt nicht weißt, wo du anfangen sollst: Nimm dir eine Schublade oder eine Ecke – eine kleine Fläche, die leicht ist. Damit hast du erstmal ein Erfolgserlebnis. Von dieser „Ruheinsel“ aus kann sich die Ordnung dann nach rechts, links, oben, unten langsam ausbreiten. Du machst immer Schritt für Schritt weiter.

Das sind nicht die Quantensprünge zu Beginn, aber dadurch kannst du langsam aufräumen, ohne dich in die Überforderung zu bringen.

Wenn du Steuerthemen oder Ablage hast

Sortiere einfach mal die Steuerbelege für einen Monat. Oder mach den ersten Schritt beim Sortieren deiner Papierablage. Irgendwas Kleines, was dir hilft, ins Tun zu kommen, ohne dass du gleich in Überforderung gehst.

Wenn es um Weiterbildung geht

Mach ein erstes Brainstorming für eine Hausarbeit, die du noch schreiben willst. Schreib alles auf, was da ungefähr rein soll, und dann pick dir eine Überschrift raus und fang damit an.

Oder wenn du eine Prüfung vor Augen hast: Guck ein YouTube-Video zu dem Thema, um erstmal reinzukommen. Frag eine KI, was sie darüber weiß (mit aller Vorsicht natürlich). Fang mit irgendetwas Leichtem an, was dir Freude macht, um überhaupt eine „Schubladenkommode“ in deinem Gehirn hinzustellen, wo du dann den Lernstoff nach und nach reinlegen kannst.

Deine Neujahrsvorsätze können gelingen!

Gute Vorsätze müssen nicht scheitern. Mit den richtigen Strategien, realistischen Erwartungen und vor allem mit Selbstmitgefühl kannst du deine Veränderungen wirklich schaffen. Der Schlüssel liegt in kleinen Schritten, guter Motivation durch Visualisierung und soziale Unterstützung – und darin, dass du verstehst, dass der Januar und Februar einfach herausfordernde Monate sind.

Sei freundlich zu dir selbst. Fang klein an. Und feiere jeden Schritt, den du machst. So werden aus Neujahrsvorsätzen echte, nachhaltige Veränderungen in deinem Leben.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Vorsätzen und freue mich, wenn du dranbleibst. Wenn du Unterstützung brauchst – such dir Menschen, die mit dir gemeinsam arbeiten. Zusammen ist es so viel leichter!

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Alles Gute für dein neues Jahr! 🎉

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Nach einer Unterbrechung hilft – ein langsamer Neustart

In der Regel gibt es in jedem Flow Unterbrechungen. Z.B. durch Feiertage, Urlaub, Krankheit, andere Projekte usw.

Bei den meisten hat jetzt gerade z.B. Ostern unterbrochen, was bis Donnerstag dran war. Egal, ob du mit Familienfeiern, Urlaub oder liegengebliebener Arbeit beschäftigt warst, wenn wir aus dem Alltag für ein paar Tage aussteigen, geht es am nächsten „regulären“ Arbeitstag fast nie genauso schnell und zügig weiter wie am letzten normalen Tag davor.

Umso mehr, wenn die Unterbrechung durch Krankheit oder andere Krisen bedingt war. Dann ist das, was ich dir jetzt sage, umso wichtiger!

Regelmäßiges Dranbleiben an einem Projekt besteht in der Regel aus einer Serie von Wieder-Anfangen. Es ist eine schöne Illusion, dass es möglich wäre, jeden Tag gleich produktiv zu sein. Ich kenne persönlich niemanden (!), dem das gelingt, inkl. mir selbst. Die Energie und Konzentration schwanken und auch die Motivation und Inspiration ist nicht jeden Tag gleich groß.

Wenn du also gerade eine Unterbrechung in deinem Projekt hattest (z.B. beim Aufräumen): Fang einfach wieder an. Dich zu verurteilen, weil du die Unterbrechung zugelassen hast, ist „auf den Kopf klopfen“ und hilft nicht. Im Gegenteil. Es zieht dir im Zweifel die letzte Energie weg.

Also: Womit kannst du jetzt wieder langsam anfangen? Und wie kannst du es dir leicht machen? Nach und nach kannst du dich dann ja wieder steigern.

Und wenn du dies im Rahmen der Challenge „30 Tage – 30 Sachen“ liest: Was sortierst du heute aus?

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Mach es dir leicht, um mehr zu schaffen

Heute bin ich mit dem Bus in mein „Praxisbüro“ gefahren. Dort bin ich im Moment etwas seltener, weil so viel an der Uni zu tun ist und ich auch aus verschiedenen Gründen etwas häufiger im Home-Office gearbeitet habe.

Auf dem Weg dorthin komme ich an dem Haus vorbei, in dem ich drei Jahre gewohnt habe, bevor ich mit meinem Mann zusammengezogen bin. Dieses liegt nur einen Katzensprung von einem Fitness-Studio entfernt. Und als ich dort lebte, war ich tatsächlich eine ganze Weile 3 x pro Woche zum Trainieren da. Einfach weil es so leicht war. Ich hab mir die Sporttasche neben die Haustür gestellt, mit neuen Klamotten drin und bin morgens gleich nach dem Frühstück und Zähneputzen in Sportsachen hingegangen. No big deal. Danach bin ich einfach von dort aus zur Arbeit gefahren. Manchmal hab ich die Sportsachen noch kurz nach Hause gebracht, manchmal hab ich sie auch einfach mitgenommen. Das war so einfach!

Und bei dieser Adresse stehen auch fast neben dem Haus Altpapier- und Altglas-Container. Ratet mal, wer in der Zeit überhaupt keine Probleme damit hatte, Papier und Glas zu entsorgen!

Was ich dir damit zeigen möchte, ist: Wenn die Umstände es dir leicht machen, ist es häufig viel einfacher, Sachen einfach zu tun. Egal, ob es Sport machen, Aufräumen und Wegwerfen oder irgendetwas anderes ist.

Deshalb heute meine Anregung: Wie kannst du dir *was auch immer du tun willst* leichter machen, so dass es nicht so viel Anstrengung erfordert, es zu machen?!

Und wenn du bei der Challenge mitmachst: Was kommt heute weg?

Da ich heute im Büro bin, gehe ich mal in meinen Abstellraum. Da steht so ein Karton…

Viel Erfolg und schon mal tolle Ostern!

Catrin

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Wogegen rebellierst du?

Tag 4: Wir haben gestern und vorgestern ja schon ein wenig reflektiert, was du vielleicht von anderen gelernt oder übernommen hast, was es dir womöglich schwer macht, dich von Dingen zu trennen.

Heute sprechen wir über das Thema „Rebellion“. Es kann nämlich sein, dass du unbewusst gegen jemanden oder etwas rebellierst, indem du Dinge nicht weggibst und keine äußere Ordnung einhältst.

Wenn du z.B. zu Hause ganz ordentlich sein musstest oder deine Bezugspersonen zu Hause immer ganz ordentlich waren, kann es später so sein, dass du als „geheimen Akt der Rebellion“ Chaos walten lässt – ganz ohne dass du dir dessen selbst bewusst bist. Vielleicht stört dich die Unordnung sogar selber, aber ein Teil von dir denkt vielleicht „Dir zeig ich’s! Ich mach das nicht ordentlich! Ich lass das einfach alles hier liegen!“.

Wir haben nämlich auch im Erwachsenenalter immer noch „innere Kinder“ und auch „innere Teenager“ in uns, d.h. innere Anteile, die jünger sind als unser tatsächliches Lebensalter, und die andere und aus heutiger Sicht manchmal sogar ungewöhnliche oder irrationale Verhaltensweise auslösen können.

Das betrifft übrigens nicht nur das Aufräumen und Entrümpeln, sondern oft auch andere Aufgaben, die wir aufschieben. Wenn wir z.B. mit unserer Steuererklärung nicht zurande kommen, ist oft innerer Widerstand im Spiel.

Und das sogar, wenn wir uns damit selbst schaden, denn dem Teil, der in diesem Moment aktiv ist, sind häufig die Konsequenzen gar nicht so klar. Oder sie sind ihm oder ihr in dem Moment einfach egal. So wie Kindern in dem Moment, wenn sie sich gerade über etwas ärgern, was die Eltern verlangen oder tun, auch egal ist, welche Konsequenzen womöglich drohen, weil sie ganz im Moment und in ihrem Gefühl sind.

Spüre heute also einmal in dich hinein, welche Anteile vielleicht zum Thema aktiv sind und wie es ihnen geht. Und dann überlege, wie du sie überzeugen kannst, sich anders zu verhalten oder ihr Verhalten sein zu lassen.

Das mache ich übrigens sehr oft in Coachings mit meinen Klient:innen, am liebsten ganz sanft mit Hypnose. 🙂

Und zuletzt: Welcher Gegenstand verlässt heute deinen Haushalt?

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Finde heraus, warum es dir schwer fällt

Damit es leichter geht, sich von Sachen zu trennen, ist es auch wichtig, herauszufinden, warum es dir schwerfällt, bestimmte Dinge wegzugeben, zu entrümpeln oder auszumisten. Ganz häufig stecken bestimmte Gefühle dahinter. Und noch davor Glaubenssätze wie z.B. dass etwas knapp ist.

Oft haben wir viel von unseren Vorfahr:innen übernommen, z.B. von unseren Eltern, Großeltern oder noch früher, aus Zeiten, als viele Dinge wirklich knapp waren. Und als es schwierig war, Sachen neu zu besorgen.

Wenn du Schwierigkeiten beim Wegwerfen hast, achte mal darauf, welche Sätze in deinen Kopf kommen. Klassiker sind z.B.

„Das kann man noch gebrauchen.“

„Das kannst du doch nicht wegwerfen.“

„Das hat Geld gekostet.“

„Das kann man noch benutzen.“

Oder überlege mal, was deine Eltern über das Aussortieren sagen oder gesagt haben. Oder auch deine Großeltern. Oder deine Geschwister.

Oder was sagst du selbst manchmal ganz spontan, wenn jemand anders etwas wegwerfen will? Vielleicht ja auch „Das ist zu schade!“?

Welche Gefühle bemerkst du? Häufig sind es z.B. Angst, Stress, Mangel, sich zu kurz gekommen fühlen oder Sorgen, dass es nicht reicht.

Zuerst einmal geht es darum, dies alles nur wahrzunehmen. Später kann man natürlich daran arbeiten, solche Sätze aufzulösen oder zu verändern. So wie ich es z.B. im Coaching mit meinen Klient:innen mache.

Und dann überleg wieder, an welcher Ecke ist es heute am einfachsten, etwas loszuwerden? Jeder Schritt, jedes Teil zählt.

Was verlässt heute deinen Haushalt?

Ich habe heute schon eine Hose mit Loch entsorgt. Vielleicht folgt nachher noch etwas anderes.

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Trau dich, auszusortieren

Heute ist Tag 2 der Challenge 30 Tage 30 Sachen.

Das Motto ist heute: Loslassen, was nicht mehr gut ist.

Was kaputt ist oder angegammelt oder ranzig oder eingerissen oder angegraut oder was auch immer – kann höchstwahrscheinlich weg.

Vor allem, wenn du es schon länger liegen hast mit der Absicht, es zu reparieren. Denn mal ehrlich: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du es tatsächlich reparieren wirst? In den nächsten Wochen oder Monaten?

Falls du dich jetzt gar nicht trennen magst: Dann kümmere dich jetzt darum. Repariere es oder finde jemanden, der das tut.

Aber vorher frag dich nochmal: Will (!) ich das wirklich noch besitzen? Oder habe ich nur diesen Satz im Kopf, dass „man das noch gebrauchen kann“?

Und wenn in den Müll werfen zu schwer ist: Finde eine Tauschkiste in deiner Nähe, gib es zum Flohmarkt, spende es für einen guten Zweck oder frag in deiner Nachbarschaft, ob es jemand gebrauchen kann. Und wenn niemand es möchte – dann kann es vielleicht wirklich weg.

Übrigens kannst du dieses Prinzip auch auf einige Aufgaben anwenden: Wenn es schon ganz lange liegt, frag dich nochmal, ob du die Aufgabe wirklich zu Ende bringen willst. Oder ob du sie jemand anderem weitergibst. Oder ob sie sich von allein erledigt hat. Vor allem, wenn du vielseitig interessiert bist, ist es relativ wahrscheinlich, dass du nicht alles beenden wirst, was du angefangen hast. Das ist dann wahrscheinlich normal so und auch okay. Quäl dich nicht mit allem, sondern lass auch mal los.

Was verlässt heute deinen Haushalt?


Ich habe die Medikamenten-Box durchgeguckt und alles weggeworfen, was abgelaufen oder länger angebrochen war. Bei Medizin halte ich mich auf jeden Fall an die Daten.

#30tage30dinge#challenge#entrümpeln#aussortieren#wegwerfen#entsorgen#leichtigkeit#prokrastination#aufschieben#aufschieberitis#aufräumen#ordnung

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30 Tage – 30 Dinge

Weil es sich seit Jahren so viele gewünscht haben: Ich räume mit euch auf!

Heute (01.04.2023, kein Scherz!) beginnen wir mit einer Challenge: 30 Tage – 30 Dinge.

Das Ziel: An 30 aufeinanderfolgenden Tagen verlassen mindestens 30 Gegenstände, die nicht mehr gebraucht oder geliebt werden, den Haushalt.

Drumherum gibt es von mir Input zum Thema Aufräumen und Entrümpeln.

Auf diese Weise verschaffen wir uns Raum zum Leben, neuen Raum für Kreativität, Platz zum Atmen, mehr Wohlgefühl in den eigenen vier Wänden.

Du kannst dir auch „bestellen“, dass ich dir ab und zu eine Email zum Thema schicken (die Anmeldung findest du hier), damit du „dabei“ bleibst. Oder du liest einfach hier im Blog oder auf Social Media mit. Ganz, wie du magst.

Wenn du dich während der Challenge austauschen und deine Erfolge feiern und Fragen stellen möchtest, gibt es mehrere Möglichkeiten, wie du auf Social Media, Youtube oder auf meiner Austausch-Plattform Heartbeat mitmachen kannst:
1) auf Instagram (Dort wird es mehrere Posts geben, unter denen du deine Erfolge teilen kannst.)
2) auf meiner Facebook-Seite (Dort wird es mehrere Posts geben, unter denen du deine Erfolge teilen kannst.)
3) auf meiner eigenen Austausch-Plattform, die wir gerade austesten. Eine kleine Anleitung, wie du dort beitreten kannst, findest du auf dieser Seite. Hier kannst du dich mit anderen austauschen.
4) auf Youtube (Dort werde ich heute oder morgen ein Startvideo dazu machen und du kannst dann deine Erfolg und deine Fragen unten in die Kommentare schreiben.)

Tag 1

Heute geht es los! Wir räumen auf und schaffen uns Freiraum!Zuerst ist es hilfreich, wenn du darüber nachdenkst, was für ein „Typ“ du bist.
Bist du eher strukturiert? Hilft es dir, eine Reihenfolge zu haben, an die du dich halten kannst? Dann macht es wahrscheinlich Sinn, wenn du dir zuerst überlegst, welche Bereiche oder welchen Bereich du dir vornehmen willst. Und wenn es mehrere sind, in welcher Reihenfolge. Manchen nehmen sich z.B. ein Zimmer vor oder einen Schrank.


Marie Kondo, eine sehr bekannte Aufräum-Expertin empfiehlt stattdessen, sich um Kategorien von Dingen zu kümmern. Sie fängt immer mit den Klamotten an, danach kommen oft Bücher, Papierkram und dann die immer kleineren Gegenstände. Emotional Beladenes wie Fotos kommen zum Schluss dran. Das kann für dich eine gute Reihenfolge sein, muss aber nicht.


Wenn du eher der „kreativ-chaotische Typ“ bist, dann wirst du dich an einen Plan vermutlich sowieso nicht halten. Dann würde ich an deiner Stelle einfach nach dem „Bauchgefühl“ gehen. Wohin zieht dich deine Energie? Wo ist der Anfang am Leichtesten? An welcher Stelle würdest du dich am meisten über mehr Ordnung freuen? Wo würdest du einen Unterschied am schnellsten sehen?
Und dann: Such dir heute die erste(n) Sache(n) aus, die den Haushalt verlassen soll.


Schreib in die Kommentare, was du entfernt hast und feiere dich für den Anfang!


Und wenn du magst, mach einen eigenen Insta- oder Facebook-Post und verwende dabei den Hashtag #30tage30dinge und verlinke mich.


Freu dich auf mehr!


Ich gehe heute mein Sockenfach durch…

Update: 9 Sockenpaare verlassen heute die Wohnung.

Vielen Dank an diese Paare! Sie dürfen gehen.

Diese passen, sind heil und komplett und ich mag sie. Sie bleiben.


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