Entspannte Malstunde

Was macht man bei Langeweile und Regen mit dem Kind? Irgendwas Spannendes drinnen natürlich. Heute habe ich deshalb mit meiner Tochter eine kleine Malstunde veranstaltet. Papier raus, neue Wachsmaler auspacken und los geht’s:

Zuerst war die ganz Feuer und Flamme, aber bald fand sie Wachsmalerweitwurf weit interessanter als das Kritzeln auf Papier… Ich allerdings war ganz angetan davon, endlich mal wieder ein bisschen kreativ zu sein und habe ein paar Farben aufgeklaubt, und mein Bild zu Ende gemalt. Ohne künstlerischen Anspruch, einfach nur, weil es mir Spaß macht. Das Motiv habe ich auch passend zur Kindermalstunde gewählt, vielleicht hängen wir es ins Kinderzimmer:

Das Ergebnis für mich ist auf jeden Fall, dass ich ab jetzt wieder öfter zu Papier und Farben greifen möchte, um mit irgendeiner Zeichen- oder Maltechnik zu entspannen. Denn genau diesen Effekt hatte das Malen des Bildes für mich. Es hat mich richtig glücklich gemacht!

Techniken gibt es – auch für Ungeübte – ja jede Menge. Sei es das Ausmalen von Bildern oder Mandalas, Malen nach Zahlen, abstrakte Kritzelei, Zeichnen oder richtige Malerei, jede und jeder, der Lust hat, kann einfach so zum Spaß malen.  Nicht umsonst gibt es immer mehr Malbücher für Erwachsene zur Entspannung.

Auch in meinen Entspannungsseminaren mache ich diese Erfahrung: Viele (natürlich nicht alle) erinnern sich bei unseren Zendoodle-Übungen, wie sehr sie früher in der Schulzeit durch kleine Malereien entspannt haben. Keine Ahnung, was Zendoodle ist? Das ist eine “Meditationsform mit dem Stift”, sie wird auch Zentangle genannt. Hier ist ein Beispiel:

Diese Technik geht so, dass man sich ursprünglich ein Quadrat zeichnet (ich würde mit einem viel, viel kleineren anfangen als das im Video, es kann sonst sehr lange dauern, alle Felder voll zu kriegen, und nicht fertig zu werden ist für viele NICHT entspannend!

Richtige Künstler nehmen auch andere Grundformen wie Eulen, Blumen, Kreise usw…

Vielleicht habe ich ja jetzt einigen Appetit gemacht, mal wieder die Federtasche oder den Tuschkasten rauszukramen und einfach loszulegen. Das würde mich freuen! Ich werde euch über meine weiteren Erlebnisse diesbezüglich auf dem Laufenden halten. 🙂

Herzliche kunstvolle Grüße

Catrin Grobbin

Herbstfarben

Im Herbst, wenn es langsam (oder auch schnell) kühler wird, gibt es mindestens eine Sache, die ich wirklich großartig finde: Das bunte Herbstlaub und die neuen Farbkontraste, die dadurch entstehen. Wer in dieser Zeit mit offenen Augen durch die Welt geht, kann immer wieder neue, noch nie gesehene Farbenspiele entdecken. Natürlich muss man dann auch gerade Zeit haben, diese Pracht zu genießen oder überhaupt wahrzunehmen.

Nachdem ich gerade sehr viel gearbeitet hatte, habe ich jetzt ein paar Tage frei und kann mir daher den Luxus erlauben, meinen Blick schweifen zu lassen und sogar ein paar Fotos zu machen. Das ist wirklich wunderbar und es erfüllt mich gerade mit viel Freude!

Gerade heute habe ich die Geduld unserer Tochter auf eine kleine Probe gestellt, indem ich immer wieder stehen geblieben bin “Mama will noch ein Foto machen…”. Sie hat tapfer mitgemacht und ausgehalten. Aber immerhin bin ich zuvor auch gefühlte 100 Male mit ihr einen Hügel raufgekraxelt und die Rutsche wieder hinunter gesaust. Eine Hand wäscht die andere. 🙂

Für alle diejenigen, die dieser Tage keine Zeit und Muße haben, nach buntem Herbstlaub Ausschau zu halten, habe ich ein paar kleine Bilder unten eingefügt. Viel Spaß damit! Und vielleicht sind sie ja eine kleine Anregung, sich doch die zwei Extraminuten auf dem Weg zur Arbeit zu gönnen, um an einer schön gefärbten Hecke oder einem bunten Baum einmal kurz innezuhalten und darüber zu staunen, wie die Abläufe der Natur sozusagen Nebenbei für uns so eine Augenweide bieten.

Herzliche Grüße und viele bunte Momente

Catrin Grobbin

Einfach mal zwischendurch kreativ sein – Perlen drehen

Neulich fand ich, dass es so nicht weitergeht – aufstehen, arbeiten, arbeiten, arbeiten, ins Bett gehen… (hier ist auch Hausarbeit, Kindbetreuungsarbeit, Kochen usw. mit eingerechnet, fühlte sich alles nach Arbeit an) Also habe ich spontan beschlossen, etwas Kreativzeit einzubauen, damit ich einmal zwischendurch Luft holen kann. Seit Monaten schon wollte ich mal wieder Perlen drehen! Das ist eine Kreativtechnik, die ich vor einigen Jahren durch einen Ein-Tages-Kurs mit einer Freundin kennengelernt habe. Man setzt sich mit Schutzbrille ausgestattet an einen Bunsenbrenner und wickelt geschmolzenes Glas auf einen Dorn mit Trennmittel. Wenn das Glas abgekühlt ist, kann man die Glasperle vom Dorn ablösen. Super! Schmuck selbst machen, und es sieht richtig professionell aus! Außerdem kann man “mit Feuer spielen”, was wohl die meisten mindestens als Kind gern gemacht habe. Zu Hause habe ich ein kleines “Einsteigerset”, aber da ich keine Absauganlage für die giftigen Dämpfe habe, die durch das Glasschmelzen entstehen, ist das seit meiner Schwangerschaft eingepackt und tabu. Zumal mein jetziger Arbeitsraum viel kleiner ist als der, in dem ich angefangen habe, und sich nicht so gut belüften lässt. Safety first.

ich hatte Glück, Uta Hammelmann (http://glasperlenblog.de/), die in Ahrensburg Kurse anbietet und Arbeitsplätze vermietet, hatte spontan Zeit! Juchu! Oben seht Ihr den Arbeitsplatz, an dem ich mich austoben durfte. Es war einfach wunderbar! Eine halbe Stunde habe ich damit verbracht, die tollen Perlen zu bestaunen, die Uta ausgestellt hat. Sie verkauft natürlich auch wunderschöne Perlen und Schmuckstücke und ist ein echter Profi. Ihre Perlen sind nicht mehr “eierig”, so wie meine. Aber mir ging es ja auch um den Spaß am Machen.

Nachdem ich mir Inspiration geholt und mich mühsam von den vielen tollen Ausstellungsstücken losgerissen hatte, habe ich mich für Glas in Grün- und Blautönen entschieden und losgelegt. Der Anfang war erst mal ungewohnt, es ist soooo lange her, dass ich diese Technik angewendet habe. Und es hat so viel Spaß gemacht! Zuerst ein paar kleine Perlen zum Einstieg, dann habe ich mich an etwas größere Projekte gewagt. Herausgekommen sind zwei Mini-Eulen mit kleinen Schönheitsfehlern sowie eine Superkreativperle, die keine Eule werden wollte. 🙂 Und viele kleine Perlen mit verschiedenen Mustern.

Gegen Ende meiner Zeit (ich musste um 14.00 Uhr los, meine Tochter wieder abholen), kriegte ich plötzlich “Leistungsstress” – die Investition muss sich schließlich lohnen (Zunge-Rausstreck-Smiley), also drehte ich noch ein paar kleine einfarbige “Zwischenperlen”, die man ja für Schmuckstücke auch braucht. Die letzten Perlen waren natürlich noch nicht abgekühlt, als ich los musste, also hat Uta sie mir per Post nachgeschickt. Super Service! So konnte ich die gebuchte Arbeitszeit optimal nutzen.

Unten seht Ihr meine Ausbeute. Immer noch nicht aufgefädelt, aber dazu komme ich bestimmt bald auch mal. Langsam eben. 🙂 Und ich freue mich schon sehr auf das nächste Mal Perlendrehen. Vielleicht ja auch mal in einem Kurs, um noch ein bisschen dazuzulernen oder mit einer Freundin zusammen. Wer weiß.

Herzlich,

Eure Catrin

PS: Die Vorfreude auf den Termin hat übrigens einen abendlichen Kreativitätsschub ausgelöst und ich habe bis spät in die Nacht spontan ein paar Hausschuhe für meine Tochter genäht. 🙂

PPS: Die Ergebnisse meiner kreativen Perlenarbeit könnt ihr auf dieser Seite bestaunen und auch kaufen.