Eltern im Sandkasten

Bevor es endgültig Herbst wird – und anscheinend ist das bald der Fall – möchte ich endlich diesen Artikel schreiben, den ich nun schon seit einigen Monaten im Kopf habe.

Durch unsere Tochter haben wir ja nun das Vergnügen, die Nachmittage auf dem Spielplatz zu verbringen. Dies ist eine ganz neue Erfahrung. Zeitweise finde ich diese Betätigung ein wenig anstrengend, vor allem, wenn ich selbst eigentlich lieber etwas anderes täte, als zwischen Schaukel, Rutsche und Sandkasten hin- und herzuwandern. Andererseits, wenn ich mich ganz auf die Erfahrung einlassen kann, ist es aber sehr schön, draußen zu sein, die Kinder zu beobachten und – Sandburgen und Sandkuchen zu bauen! Das habe ich so lange nicht mehr gemacht, dass ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnern kann. Ist das nicht toll? Mit dem eigenen Kind nochmal eine Zeitreise machen und sich an das Gefühl erinnern, als es überhaupt kein Thema war, Sand auf den Klamotten und an den Händen zu haben, sondern als der eigene Fokus nur auf dem Tun lag? Oder eben jetzt wieder liegt. Wie schön! Das könnte man auch als Achtsamkeitsübung anbieten. Alles, was man braucht, ist ein Eimer Sand und ein paar Förmchen, vielleicht noch eine kleine Schaufel, und los geht’s. Auch die anderen Eltern, die mit ihren Kindern um uns herum im Sand sitzen, bauen teilweise mit erstaunlichem Engagement. Als mir die Idee zu diesem Artikel kam, hatte ich unsere Schaufel gerade einem Vater ausgeliehen, der unbedingt den Tunnel neu bauen musste, der seit dem Vortag durch unerklärliche Umstände zerstört worden war. Und das nicht, weil seine Kinder das wollten, sondern völlig aus eigenem Antrieb, wie mir schien. 😉

Das Einzige, was der Idee einer Achtsamkeitsübung beim Bauen im Wege stehen könnte, ist vielleicht der Zerstörungstrieb der lieben Kleinen, der irgendwie angeboren scheint. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich die Bilder für diese Seite fotografiert hatte, denn immer ,wenn ich etwas gebaut hatte, kamen flugs kleine Hände oder Füße und haben es dem Erdboden wieder gleich gemacht… Aber wenn ich es genau betrachte, ist auch das eine gute Übung – im Loslassen und Nicht-so-ernst-nehmen…

Jedenfalls würde ich dir und euch empfehlen, die Verlangsamung im Sandkasten auch einmal auszuprobieren. Entweder mit eigenen Kindern, oder mit ausgeliehenen, oder womöglich sogar ganz ohne. Ganz schnell noch, bevor irgendwann Winter ist. Aber auch dann fällt uns sicher was Schönes ein, mit dem wir die achtsame kindliche Perspektive weiter reaktivieren können. Ich bin schon sehr gespannt und werde berichten.

Herzliche Grüße

Catrin Grobbin

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30 Tage Positiv-Bilanz-Challenge: Übung in Wertschätzung, Freude und Dankbarkeit Teil IV – Fazit

Ein Wort vorweg: Dieser Beitrag bezieht sich auf Teil I, Teil II und Teil III der im Titel genannten Übung. Falls Du diese Artikel noch nicht gelesen hast, fang am besten damit an, sonst macht ein Fazit ja wenig Sinn. 🙂

Und jetzt mein Fazit: Das war wirklich eine tolle Challenge, die mir neue Einsichten gebracht hat und die ich nur weiterempfehlen kann!

Zuerst kamen mir die 30 Tage sehr lang vor, zumal ich dieses Mal ja selbst aktiver war als bei der letzten Challenge, zu der mir meine Freundin jeden Morgen eine Aufgabe geschickt hat und ich einfach versucht habe, diese so gut es geht umzusetzen. Ich musste selbst daran denken und wegen dieses Artikels in vier Teilen ja auch noch jeden Abend etwas aufschreiben. In den ersten Tagen habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, ob ich die Übung nicht doch auf 10 oder 20 Tage verkürzen sollte. Zumal ich an einem langen Wochenende abends einfach nicht dazu gekommen bin und es auch zwischendurch mal vergessen habe zu schreiben. Dadurch war ich unsicher war, ob ich dies tatsächlich durchhalten kann.

Aber nun, nachdem ich 30 Tage vorbei sind, habe ich tatsächlich den Eindruck, dass ich eine neue Gewohnheit etablieren konnte. Mein Blickwinkel ist – was ich ja auch damit beabsichtigt hatte – wieder mehr auf die positiven Aspekte eines Tages gerichtet. Dadurch, dass ich wusste, dass ich abends etwas aufschreiben wollte, habe ich auch im Verlauf des Tages schon immer mal wieder darauf geachtet, was mir am Tag gefällt und gut tut. Und wenn, wie es so häufig im Alltag passiert, mir eine Situation nicht so angenehm war, kam manchmal der Gedanke “Das kannst du gleich wieder vergessen, wir schreiben ja nur die positiven Aspekte auf.”.

Ich empfehle allen, die bisher nicht mitgemacht haben, diese oder eine ähnliche Übung auch mal zu machen. Seit ein paar Tagen versuche ich, gleich morgens damit zu starten, um gut in den Tag zu kommen. Ohne Blog oder Tagebuch, einfach in Gedanken. Ich kann euch sagen, das macht auch Spaß und gute Laune, und der Tag wird gleich besser, falls er holperig angefangen hat.

Wenn ich mir die Einträge so ansehe, wiederholt sich natürlich einiges. Das fand ich zuerst fast ein wenig erschreckend, führte es mir doch vor Augen, wie (vermeintlich) gleichförmig mein Leben zur Zeit verläuft. Aber dann dachte ich, dass das eigentlich ja keine schlechte Sache sein muss, dass ich mich einfach auch immer wieder über schönes Wetter oder schöne Erlebnisse mit meiner Tochter freuen darf, und dass gleichzeitig jeder Tag besonders und anders ist, auch wenn er ähnliche Elemente hat. Und eigentlich ist es ja auch egal, wie viel Abwechslung es im Alltag gibt, Hauptsache er macht Spaß.

Ab dem dritten Drittel ist mir aufgefallen, dass mir immer mehr Dinge einfallen, die ich gern aufschreiben möchte. Zuerst war ich immer froh, wenn ich zwei oder drei gefunden hatte, möglichst auch nicht immer die gleichen. Jetzt am Ende wollte ich gern immer noch mehr berichten, das an sich ist schon ein schöner Effekt. Gegen Ende habe ich dann beschlossen, noch einmal bewusst den Blick zu weiten und nachzudenken, ob mir nicht noch ganz andere Aspekte einfallen. Und siehe da: auch das hat geklappt.

Natürlich könnte es sein, dass bei mir gerade alles super läuft, und im Großen und Ganzen stimmt das auch. Aber wenn ich mal aus dem Nähkästchen plaudern darf, dann hatte ich auch anstrengende und müde Tage dabei und auch ein paar Dinge, die nicht ganz so optimal gelaufen sind. Aber dadurch, dass sie überhaupt nicht Thema dieses Sichtweisenexperiments waren, bekamen sie oft nicht so eine große Tragweite. Das würde ich gern beibehalten: Den Fokus auf das Schöne ausrichten und alles andere zwar wahrnehmen und (er)leben, dann aber auch wieder “zu den Akten legen”, damit am Ende das Schöne übrig bleibt.

Das ist auch das, was ich mir für das Ende ganz am Ende wünsche (das natürlich am besten noch gaaaanz lange Zeit hat), dass das Schöne bleibt und zählt und der Rest nicht so wichtig oder auf den zweiten Blick vielleicht doch wichtig war. Bei Übungen, die in manchen Seminaren gemacht werden wie “Wenn du am Ende deines Lebens zurückblickst, was möchtest du sehen?” oder “Wenn heute dein letzter Tag wäre, was würdest du tun?”, wird auch darauf abgezielt, die Wichtigkeit der Dinge einmal zu betrachten und die eigene Sicht auf das auszurichten, was wirklich zählt. Und wenn ich dann nochmal auf meine Bilanz schaue, bin ich gerade sehr zufrieden. Denn was kann wichtiger sein, als schöne Zeit mit den Menschen zu verbringen, die ich liebe. Und davon konnte ich in den letzten 30 Tagen eine Menge berichten. Und wenn dann auch noch zwischendurch die Sonne scheint und es leckeres Essen gibt, ist das Leben doch super, oder? Was braucht mensch mehr?!

Das war jetzt einmal der “ganz große Blick”. Aber auch ohne diesen scheint es mir sinnvoll, immer mal wieder eine Korrektur des Blickwinkels vorzunehmen, auch im Kleinen. Also, worauf wartest du noch? Probier es doch auch einfach einmal aus! Ich wünsche allen, die sich dafür entscheiden, viel Spaß damit und ebenso schöne Erfahrungen, wie ich sie hatte.

Herzlich,

Eure Catrin Grobbin

PS: Für diese Challenge kannst du wunderbar mein Positives Notizbuch verwenden:

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30 Tage Positiv-Bilanz-Challenge: Übung in Wertschätzung, Freude und Dankbarkeit Teil III

Zwei Drittel der Übung sind schon vorbei, hier folgt Teil III:

Tag 21: Nachdem ich eine Stunde Wartezeit gemütlich in einem Café verbracht habe, hatte ich auch noch eine sehr angenehme Nackenmassage. Zum Mittag habe ich uns selbst gemachte Kartoffel- und Süßkartoffelpommes gegönnt und beschlossen, dass ich heute nicht mehr arbeite (wegen eines Termins mitten am Vormittag lohnte es sich ohnehin nicht mehr, noch ins Büro zu fahren). Am Nachmittag hatten unsere Tochter und ich noch Spaß in der Bücherhalle und nun schläft sie schon wieder, ging ganz entspannt. Toller ruhiger Tag!

Tag 22: Heute will ich für den ersten Punkt kurz ausholen: Das Wetter war heute besser, als ich dachte. Deshalb hatte ich mir vorgenommen, unsere Tochter heute mal zu Fuß von der KiTa nach Hause laufen zu lassen, die Karre war natürlich als Backup dabei. In der ersten halben Stunde kamen wir genau fünf Meter weit, weil nämlich die kleine Tür zur Abstellmöglichkeit für die Kinderwagen so spannend war, dass wir dort eine lange Spielrunde eingelegt haben. Es ist mir gelungen, mich relativ schnell von meinem “Erwachsenenplan” des Nachhausegehens zu lösen, also hatten wir beide viel Spaß dort. Und obwohl die kleine Maus ganz müde war, haben wir trotzdem noch bis halb sechs schön draußen weiter gespielt. Die Abendroutine ging auch wieder schön reibungslos, sehr angenehm. Besonders schön war es, dass wir ein gemeinsames Abendessen genießen konnten, obwohl mein Mann gerade sehr viel arbeiten muss. Und nun habe ich noch alles im Haushalt geschafft, was ich wollte und backe nebenbei zusätzlich ein Banana-Bread, auf das ich mich schon freue. 🙂 Oh, sehr toll fand ich ein paar Minuten am Nachmittag, in denen meine Tochter und ich auf dem Rasen vor einem blühenden Busch gesessen und den Hummeln und Bienen beim Pollensammeln zugesehen haben! Sehr entspannt, innig und auch interessant! Es war wunderbar, diese Beobachtung mit Kinderaugen zu teilen. Und der Moment, als mein Mann dann noch für ein paar Minuten auf den Spielplatz kam und unsere Tochter sich total gefreut hat, war auch besonders schön. Und dass wir als Eltern gemeinsam erlebt haben, wie sie das erste Mal ganz allein gerutscht ist! (So langsam komme ich dahinter, man muss einfach ein bisschen länger nachdenken, dann kommt immer mehr. Oder ist das etwa schon der Übungseffekt?! ;-))

Tag 23: Heute konnte ich meine Arbeit meistenteils so gestalten, dass sie sich kaum wie Arbeit angefühlt hat, das war sehr angenehm. Ich meine, meistens macht mir Spaß, was ich tue, deshalb habe ich ja diesen Beruf und Job ausgesucht, aber auch an anfänglich lustlosen oder müden Tagen wie heute etwas Sinnvolles zu tun, ohne gegen den eigenen Widerstand arbeiten zu müssen, ist ja manchmal herausfordernd. Heute jedoch konnte ich den Rest eines Vortrags von Vera F. Birkenbihl anschauen, um daraus neue Erkenntnisse für meine Seminare zu den Themen Lernen lernen und Didaktik zu ziehen. Ich habe sogar noch einen zweiten angefangen, den ich am Wochenende unbedingt zu Ende schauen möchte. 🙂 Unsere Zeitplanung harmonierte heute besonders gut mit dem Wetter, denn es fing erst richtig an zu regnen, nachdem wir ausgiebig draußen gespielt hatten und gerade in die Wohnung gegangen waren. Das tägliche Aufräumen konnte ich erledigen, während unsere Tochter gegessen und gebadet hat, so dass jetzt, da sie schläft, schon der Feierabend beginnen kann, so soll es sein.

Tag 24: Obwohl ich den ganzen Tag sehr müde war, hat bei der Arbeit heute alles gut geklappt, das war unerwarteterweise gut. Danach sind mein Mann und ich mit unserer Tochter Essen gegangen, das war ein schöner Abschluss der Arbeitswoche. Und jetzt gehe ich früh ins Bett, auch das ist toll! Gute Nacht!

Tag 25: Heute haben mir am besten die zwei ausgedehnten Nickerchen am Morgen und am Nachmittag gefallen. Da wir gerade alle sehr müde sind, war das am besten für alle. Dazwischen haben wir Einkaufen und Spazierengehen schön verbunden, anstatt mit dem Auto zu fahren, auch das war schön. Und abends waren wir nochmal gemeinsam draußen und haben anderthalb Stunden gespielt und die Gegend erkundet. Ein runder Samstag.

Tag 26: Irgendwie nicht “mein” Tag heute, aber wie es so schön heißt “All feelings are good”… In diesem Sinne: Juchu! Ich konnte heute viel Frustration spüren! Obwohl eigentlich alles gut war, nur meine Nerven irgendwie nicht. Trotzdem zur Übung: Das Wetter war schön, es gab auch wieder Nickerchen (gut für die Nerven), nur nicht so lange. Dafür waren wir am Nachmittag schön zu dritt draußen und haben die Gegend erkundet und Sandkuchen gebacken. Und am schönsten: Unsere Tochter war relativ früh im Bett, also ich gleich auch. Tag geschafft! Yeah!

Tag 27: Zum Schluss gebe ich mir ab heute nochmal ein bisschen mehr Mühe und versuche, etwas zu finden, das ich in den vergangenen Tagen noch nicht so häufig genannt habe. Gerade merkte ich nämlich, dass ich mich selbst beim Nachdenken über die Übung ein bisschen langweilte (Wetter schön, Kind gut drauf,…). 🙂 So soll es ja eigentlich nicht sein. Also: Ich freue mich darüber, dass meine Pflänzchen auf dem Balkon so toll wachsen! Und dass ich heute ein sehr schönes Abschlussmittagessen mit meiner Kollegin hatte, die morgen ihren letzten Tag vor einer einjährigen Arbeitspause hat. Außerdem haben alle meine Teilnehmer aus einem Seminar pünktlich ihre Abschlussaufgabe abgegeben, das hatte ich glaube ich noch nie! 🙂 Achja, und heute habe ich nur nette und umsichtig fahrende Busfahrer getroffen. Auch ein Grund zur Freude. Gerade kühlt die Luft etwas ab, was auch sehr angenehm ist und die Vögel singen ein schönes Abendlied, genau richtig zum Feierabend.

Tag 28: Heute Mittag habe ich mit Kolleginnen und Kollegen zuerst schön zu Mittag gegessen und mich dann bei einem “Nachtischgetränk” noch weiter sehr interessant ausgetauscht. Danach war das Abholen meiner Tochter heute sehr schön, weil sie sich so gefreut hat, mich zu sehen. Und auch auf dem Spielplatz waren heute nette Menschen unterwegs und wir konnten viel Spielzeug ausleihen, was ich als Gegenzug zu den Sachen, die usnere Tochter sich oft ausleiht, sehr schön finde. Und die Wolken, die gerade an meinem Fenster vorbeiziehen finde ich auch toll.

Tag 29: Wow, schon der vorletzte Tag der Challenge! Das ging jetzt doch sehr schnell zum Schluss. Heute war besonders schön, dass ich trotz Unwetterwarnung für den ganzen Tag ab 11 Uhr den ganzen Tag trocken geblieben bin – und dabei gab es zwei schwere Gewitter, aber jeweils NACHDEM ich im Haus war. 🙂 Und unsere Tochter hat sich heute ein paar Mal ganz doll an mich angekuschelt, wundervoll. Heute früh habe ich tolle Sandalen gefunden und gekauft, mit ganz weichem Leder, wie ich sie mir schon lange gewünscht habe. Und ich hatte eine supertolle Coachingstunde, es hat sich innerlich richtig viel bewegt und ich fühle mich nochmal viel besser seitdem! Dankeschön! Ich bin gespannt, was morgen der letzte Tag dieser Übung bringt…

Tag 30: Der letzte Tag dieser Übung war ein ganz normaler Arbeitstag, nichts Spektakuläres zu berichten. 🙂 Aber natürlich einiges Positives. Zunächst hat unsere Tochter heute Nacht etwas ruhiger geschlafen, und da ich früh im Bett war, habe ich tatsächlich ausreichend Schlaf bekommen. Und das, obwohl sie kurz vor fünf vor dem Bett stand und aufstehen wollte. 🙂 Im Büro konnte ich endlich mal meinen Schreibtisch aufräumen und und einige kleine organisatorische Aufgaben erledigen und überblicke nun wieder besser, was noch ansteht. Am Nachmittag hatte ich ein schöner Seminartermin mit unerwartetem Entspannungsanteil (weil von den Teilnehmern gewünscht), der mir auch sehr gut getan haben.  Bei der Rückfahrt hatte ich nahtlosen Übergang zu allen Bussen. Und unsere Tochter hat sich sehr gefreut, als ich am Abend nach Hause kam, und hat mich freudig begrüßt. Und sie ist ganz leicht eingeschlafen. Ein schöner Abschluss.

Mein Fazit zur Übung könnt Ihr im nächsten Blogartikel lesen.

Herzlich,

Eure Catrin Grobbin

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30 Tage Positiv-Bilanz-Challenge: Übung in Wertschätzung, Freude und Dankbarkeit Teil II

In Teil II meiner “Challenge” geht es nun weiter mit:

Tag 11: Heute gab es am Nachmittag viel besseres Wetter als angekündigt. Besonders schön war auch der gemeinsame Familieneinkauf am Vormittag und ein ausgedehnter Mittagsschlaf.

Tag 12: Heute Vormittag hat es noch geregnet, aber am Nachmittag hatten wir wieder schönstes Sommerwetter. Auch heute war ein sehr schöner, harmonischer Tag, wir haben gespielt, gegessen, geschlafen und nochmal viel gespielt, am Nachmittag draußen. Unsere Tochter ist toll und lernt und lernt! Heute hat sie mir bewiesen, dass sie sehr wohl schon auf der Schaukel für große Kinder schaukeln kann 🙂 und Rutschauto fahren klappt auch schon ganz gut. Einschlafen konnte sie heute auch gut, so dass ich sogar noch ein bisschen arbeiten konnte (Wer das seltsam und dem Blog-Thema womöglich nicht angemessen findet, muss bedenken, dass Zeit zum Arbeiten in Ruhe aufgrund der Kinderbetreuung im Moment sehr kostbar und rar ist und dass ich es sehr genieße, wenn ich ohne Zeitdruck etwas erledigen kann.). Besonders schön war außerdem, dass mein Mann unverhofft noch auf den Spielplatz kam, obwohl er eigentlich den ganzen Tag arbeiten musste. Das war eine schöne Überraschung.

Tag 13: Das wird jetzt ein bisschen langweilig, aber heute war wieder super Wetter und unsere Tochter und ich waren quasi den ganzen Tag draußen, abgesehen von der Mittagspause. Mein Mann hat leckeres Mittagessen gekocht und das Zubettbringen hat gut geklappt und wir hatten noch einen schönen ruhigen Abend zu zweit.

Tag 14: Mein Seminartermin heute hat sehr gut geklappt und hat Spaß gemacht. Obwohl (oder vielleicht auch weil) ich einiges umgestellt und dadurch etliches noch offen gelassen hatte, funktionierte das Konzept, und ich hatte den Eindruck, dass es den Teilnehmern auch Spaß gemacht hat und es interessant war, mindestens einiges. Es folgen noch drei weitere Seminartage, ich bin gespannt, wie es weiter geht. Auf jeden Fall bin ich gerade sehr dankbar für meine Arbeit, in der ich soviel lernen darf und mit Menschen arbeiten und kreativ sein und noch soviel mehr! Da es heute Nachmittag geregnet hat (muss ja auch mal sein, dafür muss ich das Balkongemüse nicht gießen), haben wir drinnen gespielt. Das ging trotzdem unsere Tochter SEHR müde war, ganz gut und hat auch Spaß gemacht. UND sie liegt schon seit 18 Uhr schlafend in ihrem Bett, so dass ich gerade nochmal in Ruhe eine Runde arbeiten kann und danach noch Aussicht auf einen freien Feierabend mit meinem Mann habe. Himmlisch!

Tag 15: Schon Halbzeit! Das ging irgendwie schnell… Mein Seminartag hat heute auch wieder sehr gut geklappt. Ich bin sehr zufrieden mit den Ergänzungen und kann mit den kleinen “Unebenheiten”, die mit einer Veränderung eines Ablaufplans einher gehen, gut leben. Heute Nachmittag waren wir gemeinsam einkaufen und unsere Tochter hat das Einkaufszentrum “geentert”. Dabei habe ich mit ihr gemeinsam die Beschaffenheit verschiedener Sitzgelegenheiten erkundet, das war mal was Neues. Auch beim Rolltreppe-Fahren hatten wir gemeinsam Spaß.
Gerade habe ich noch eine abendliche Arbeitsrunde eingelegt und war erfreut, dass der Vortrag auf DVD, den ich noch zu Ende sehen wollte, kürzer war, als gedacht, denn am Ende gibt es eine längere Diskussion, die ich nicht mehr ansehen muss. Früher Feierabend!

Tag 16: Heute feiere ich eine ganze Reihe von Erfindungen: Gummistiefel und Regenkleidung, damit man auch bei “Schietwetter” mit dem Kind raus kann, Schaukeln, Balanciergeräte und Wippen, weil man sie auch bei Regen benutzen kann und außerdem unseren Gymnastikball und den Manduca, weil man mit dieser Kombination auch ein unwilliges und sehr müdes Kind schnell in den Schlaf wippen kann. 🙂 Außerdem hatte ich heute zwei köstliche Mahlzeiten, und das relativ unerwartet, weil wir gestern nichts gekocht haben und ich zunächst dachte, dass ich mich mit einem einfachen Brot und einem semi-leckeren Mensa-Essen zufrieden geben würde müssen. Überhaupt hat mir der Tag heute wieder viel Spaß gemacht. Und nun noch einen kurzen schönen Feierabend, und dann kann ich heute mal früh ins Bett gehen, auch beides schön!

Tag 17: Mein Seminar ist gut zu Ende gegangen, ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf und den TeilnehmerInnen schien es (zumindest soweit ich es mitbekommen habe) auch so zu gehen. Darüber freue ich mich und darüber, dass es mir auch Spaß gemacht hat. Gleichzeitig ist es auch schön, wieder ein Seminar geschafft zu haben (das darf auch die Seminarleitung mal sagen :-)). Soeben habe ich außerdem in meiner abendlichen Arbeitsphase noch eine andere wichtige Sache fertig bekommen, morgen noch einmal Korrektur lesen, und dann ist auch das abgeschlossen und kann verschickt werden. Wir sind noch vor dem Regen trocken nach Hause gekommen, mein Mann hat unsere Tochter abgeholt und dann mich eingesammelt, so dass ich einen entspannten Nachhauseweg hatte. Und nun ist Feierabend!

Tag 18: Heute haben wir wieder viel Zeit draußen verbracht. Diesmal gefiel mir besonders, dass wir eine Stunde lang am Bolzplatz gesessen und den fußballspielenden Jungs zugeschaut haben. Das war für mich sehr entspannend und eine schöne kleine Pause. Außerdem schien die Sonne nicht so sehr, so dass wir uns das Eincremen einmal sparen konnten, was sonst immer nur widerwillig ertragen wird. Nebenbei hatten wir einige nette Begegnungen mit anderen Kindern und Eltern sowie zwei Hunden namens Fritz und Alois. 🙂

Tag 19: Heute hatten wir unerwarteterweise schöne Familienzeit am Morgen, das war toll! Außerdem hat unsere Tochter heute das Wasserplanschen (heißes Wetter!) und ihr neues Vierrad sehr genossen, das hat mich sehr gefreut! Und weil sie früh müde war, haben wir jetzt wieder einen schönen Feierabend zu zweit, und das, obwohl sie länger zum Einschlafen gebraucht hat. 😉 Ach, und in der Mittagspause hatte ich endlich Zeit, meine Nägel sommerlich zu lackieren, das wollte ich schon ganz lange machen.

Tag 20: Dieser Tag war eine kleine Herausforderung für mich. Aber es ist eine Challenge, also mal nachdenken, was ich heute gut fand… Das Wetter war besser als angesagt und ich bin (fast) trocken zur Arbeit hin und wieder zurück gekommen, meine Tochter immerhin ganz trocken. Bei der Arbeit konnte ich einige Sachen fertig stellen, so dass ich morgen mit frischer Energie neue Themen anpacken kann. Die Arbeit mit meiner Kollegin ist immer wieder neu sehr angenehm und produktiv. Heute Abend war ich total platt, und mein Liebster hat die ganze Küche allein unsere Tochter ins Bett gebracht, aufgeräumt und alles fertig gemacht, so dass ich schonmal eine Runde schlafen konnte. Dankeschön!

Die letzten 10 Tage gibt es im nächsten Artikel

Herzliche Grüße

Eure Catrin Grobbin

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Vogelgezwitscher lauschen

Wenn die Vögel morgens oder abends ihren Gesang anstimmen bzw. sich “unterhalten”, höre ich sehr gern ein paar Minuten einfach zu. Dann vergesse ich, dass ich in der Stadt lebe, denn wenn es keine anderen Geräusche gibt, klingt es genauso, als wäre man in der freien Natur. Vogelgesang ist so ein beruhigenes, schönes Geräusch für mich, dann habe ich sofort gute Laune. Morgens, wenn ich meine Tochter in die KiTa fahre, stimmt es mich gleich auf einen schönen Tag ein und entschleunigt mich. Und abends (so wie eben gerade) lässt es mich herunterfahren. Ich denke dabei an nichts oder vielleicht höchstens an einen schönen Wald voller Vogelstimmen. Ich bin neben einem Wald aufgewachsen und habe unzählige schöne Stunden dort verbracht und Kindheitsabenteuer erlebt. Deshalb verbinde ich mit den Geräuschen, Gerüchen und Gefühlen eines Waldes ausschließlich schöne Erinnerungen und eine Aktivierung dieser Sinneseindrücke wirkt sich stets positiv auf meine Stimmung aus.

Ich sollte mich mal wieder öfter nach draußen setzen, und wenn es nur auf den Balkon ist, und den Vögeln lauschen. Oder noch besser, mal wieder einen Abendspaziergang machen. Aber besser als nichts ist schon das abendliche kurze Lauschen oder der kleine Genuss auf dem morgendlichen Weg. Auch die kleinen Pausen und das kleine Innehalten ist wichtig und wertvoll. Und für diejenigen, die nicht so “sangesfreudige Nachbarn” haben, hier eine kleine akustische Micro-Pause :-):

Herzliche Grüße

Eure Catrin Grobbin

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30 Tage Positiv-Bilanz-Challenge: Übung in Wertschätzung, Freude und Dankbarkeit Teil I

Gestern habe ich spontan eine neue “Challenge” begonnen, weil mir die letzte soviel Spaß gemacht hat. Ich habe mir vorgenommen, jeden Abend mindestens zwei Sachen aufzuschreiben, die gut waren, mir Freude bereitet haben, die ich wertschätze und/oder für die ich dankbar bin. Einigen habe ich spontan eine WhatApp–Nachricht dazu geschickt, aber dann dachte ich, es direkt hier hineinzuschreiben ist viel einfacher und besser, als Leute, die vielleicht gerade gar keine Lust darauf haben, mit Kurznachrichten zu bombardieren. 🙂 Außerdem ist die Übung auf diese Weise noch ein wenig dauerhafter. Wer mag, kann gern für sich selbst mitmachen oder in den Kommentaren etwas dazu schreiben.

Dieser Artikel wird dadurch ein wenig anders werden als die anderen, denn ich werde ihn ja nun 30 Tage lang immer wieder ergänzen. Es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen und weiterzulesen.

Tag 1 (Gestern): Ich habe eine schicke Powerpoint-Präsentation für einen Vortrag, den ich Montag halten werde, gebastelt, mit gaaaaanz vielen selbst gemalten Bildchen drin. Und ich hatte ein sehr nettes spontanes Mittagessen mit einem Kollegen. Außerdem haben wir abends wieder unser momentanes Lieblingsvideo angeschaut, das uns immer gute Laune macht, weil wir mitlachen müssen: Ganda Boys Laughter is medicine. Das waren ja schon drei (und ich könnte noch mehr aufzählen) schöne Sachen des Tages. So schwer ist die Challenge gar nicht…

Tag 2: Das Highlight des Tages war heute ein total schöner Familienausflug ins Niendorfer Gehege. Wir sind spazieren gegangen, haben Rehe mit Möhren- und Apfelstückchen gefüttert (nur ein ganz paar) und waren mit unserer Tochter auf dem Spielplatz. Das Wetter war super, Sonne aber nicht heiß, alle hatten Spaß, toller Tag! Außerdem gab es leckeres Spiegelei zum Frühstück und gerade bringt mein Mann die Kleine ins Bett und ich habe frei, um diesen Artikel anzufangen. 🙂 Ich bin schon gepannt, was es heute noch Schönes gibt und was ich morgen berichten kann!

Tag 3 – 6: Abends gab es irgendwie keine Gelegenheit, etwas aufzuschreiben, deshalb gibt es jetzt Wertschätzung für alle drei Tage zusammen. 🙂
Das Wetter war toll, wir waren viel gemeinsam draußen, die ganze Familie und auch ich und unsere Tochter zu zweit, das hat viel Spaß gemacht. Überhaupt hatten wir an diesem langen Wochenende viel schöne gemeinsame Zeit, auch in der Wohnung war es sehr gemütlich und entspannt. Wir haben viel gespielt und gelacht. Leckeres Essen gab es auch an allen Tagen. Sonntag haben wir liebe durchreisende Verwandte am Bahnhof getroffen, ein kurzes aber sehr schönes Treffen und wieder ein spannender Ausflug für unsere Tochter. Es gab mehr Tagesnickerchen als erhofft, ich konnte mich auch viel hinlegen, Schlaf nachholen, entspannen, das hat mir gut getan.

Tag 7: Obwohl noch nicht Abend ist, schonmal eine Wertschätzung, weil ich gerade dabei bin. Unsere Süße hat mich heute in der KiTa fast gar nicht verabschiedet, so freute sie sich, endlich dort zu sein. Es war schön, dass sie gar keinen Abschiedsschmerz hatte und ich ganz in Ruhe zur Arbeit gehen konnte. Außerdem kann ich heute auch einen ganzen Tag arbeiten und viel schaffen, das schafft mir gerade ein sehr gutes Gefühl. Dafür habe ich diese Woche sehr viele schöne Events eingeplant, darüber freue ich mich auch gerade.

Tag 8: Das Tagesprogramm begann heute mit einem sehr schönen Brunch mit einer lieben Freundin, wundervoll! Außerdem scheint die Sonne und der Wind lässt die Blätter der Bäume rauschen – ein Geräusch, das ich sehr liebe. Am Abend habe ich meinem Mann ein kleines Geschenk gemacht und er hat sich total gefreut, weil er sich (ohne dass wir bisher darüber gesprochen hatten), genau das gewünscht hatte. Toll! 🙂

Tag 9: Heute war ein supervoller Tag mit vielen Terminen, aber es ist trotzdem alles reibungslos gut gelaufen und ich konnte nebenbei sogar noch ein paar kleine Erledigungen schaffen, das hatte ich gar nicht erwartet. Ich hatte u.a. einen schönen runden Seminarabschluss, eine fruchtbare Teamsitzung und einen angenehm-netten Nachmittagstermin. Obwohl ich relativ spät zu Hause war, konnten unsere Tochter und ich noch ein bisschen Spaß machen und dann ist sie einfach und schnell eingeschlafen. Nun habe ich noch ein bisschen Zeit in Ruhe für mich, seufz, wie schön!

Tag 10: Heute habe ich nach langer Zeit eine liebe Freundin endlich mal wieder gesehen, wir haben schön zu Mittag gegessen und Eis gab es anschließend auch noch. Das Wetter war sommerlich und angenehm, am Nachmittag haben wir noch schön mit unserer Tochter auf dem Spielplatz im Schatten gesessen.

Damit dieser Artikel nicht noch länger wird, geht es ab jetzt weiter in Teil II…*

Eure

Catrin Grobbin

* Gerade habe ich beschlossen, den Artikel doch noch weiter zu unterteilen, die zwei Einzelteile sind doch immer noch seeeeehr laaaang!

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“Slow Life Challenge”

Ende April hat eine sehr gute Freundin zu einer 30-Tage-Challenge eingeladen: Slow Down. Enjoy Life. Sie hatte dafür einen Abreißkalender, auf dem es 30 verschiedene Anregungen für Verlangsamung gab. Eine total schöne Idee, fand ich, und ließ mir sehr gern von Ihr jeweils die Aufgabe per WhatsApp schicken. Wie sie berichtet hat, blieb ich nicht die einzige, mit der Zeit hatte sie eine richtige “Slow life-Gruppe”, die sie jeden Morgen mit einer neuen Verlangsamungsidee versorgte.

Es fing ganz gemütlich an: Take a deep breath, and repeat. Leichte Übung, gute Erinnerung, das gefiel mir schonmal sehr gut. Die Übung des nächsten Tages war schon etwas kniffliger “Have an Acai Bowl for Breakfast.” Dieses Frühstück war uns bisher nicht bekannt und die Zutaten hatten wir auch nicht zur Hand. Aber eine andere leckere Alternative geht ja auch, beschlossen wir. Es sollte ja schließlich kein Stress werden.

Die Aufgabe des dritten Tages war wieder ganz nach meinem Geschmack: Take a 20 Min Nap. Und tatsächlich schaffte ich es an diesem Tag, ein Nickerchen einzulegen, das schaffe ich längst nicht jeden Tag, Aufgabe erfüllt, check. Und sehr weiterzuempfehlen.

Weitere folgende Aufgaben, ein Bild auszumalen sowie ein Buch zu beginnen, musste ich überspringen bzw. stark abwandeln, soviel Zeit stand mir nicht zur Verfügung. Als berufstätige Mutter fand ich die Challenge an solchen Tagen ein wenig frustrierend. Spätestens da habe ich beschlossen, die Aufgaben nicht in genau der Reihenfolge zu versuchen und auch zu variieren oder zu ersetzen, wenn es nicht passt. Sonst wäre es keine schöne Sache für mich gewesen. So hatte ich die Aufgabe “kümmere dich um deine Pflanzen” aus meiner Sicht schon beim Aussähen meiner kleinen Gemüsepflänzchen erledigt (siehe eigener Artikel, sie leben jetzt allerdings auf meinem Balkon und bei einer anderen Freundin im Garten), ließ das Schreiben eines Tagebuchs weg (bzw. mache jetzt etwas ähnliches), und zum Scrapbooken hatte ich keine Lust. Über die Aufgaben, ein altes Möbelstück zu restaurieren oder den ganzen Tag im Bett zu bleiben, musste ich lauthals lachen – und habe dann stattdessen einfach auf dem Weg zur KiTa den Vögeln zugehört oder eine Runde aus dem Fenster geguckt. Darin besteht in meinen Augen auch eine Herausforderung: sich etwas vorzunehmen, um sich etwas Gutes zu tun, ohne daraus ein Dogma zu machen. Dabei bleiben, aber es so in den Alltag einbauen, dass es stressfrei möglich ist. Das gilt für mich auch für andere Projekte, wie Entspannungsübungen, Meditation, Bewegung. Wenn die tägliche “Entspannungs-Routine” mir Stress macht, läuft irgendetwas daran falsch.

Erstaunlicherweise ist mir aber aufgefallen, dass ich viele Aspekte, die in dieser Challenge angeregt werden, tatsächlich schon in mein Leben eingebaut habe, und das hat mich sehr gefreut. Ich habe wie gesagt schon Pflanzen gepflanzt, male ab und zu ein Bildchen, gucke in die Wolken, genieße bewusst mein Essen oder achte auf meinen Atem. Insofern war es für mich an vielen Stellen eine Erinnerung oder auch eine Bestätigung, dass ich schon in die Richtung unterwegs bin, die mir vorschwebt.

Darüber hinaus habe ich sehr den morgendlichen Kontakt genossen, das Sich-einmal-am-Tag-etwas-Nettes-schreiben. Das wird mir fehlen, bzw. vielleicht können wir ja ein bisschen davon beibehalten, auch wenn wir beide sehr busy sind? Ich bin gespannt, ob mir und uns das gelingt, auch ohne “Anlass”. Klingt auch nach einer kleinen Herausforderung.

Wenn ich so eine Aufgabensammlung herausbrächte, dann mit Kärtchen zum herauspicken und nicht mit einer festen Reihenfolge. Das fände ich schön, mir einfach immer heraussuchen, was gerade passt. Auch wären darin noch mehr kleine Anregungen enthalten und nicht so viele große Aufgaben, denn für diese braucht man wirklich die entsprechenden Zeitfenster. Auf die freue ich mich schon, wenn unsere Tochter größer ist, aber im Moment ist vieles einfach nicht so einfach machbar, und ich habe den Eindruck, dass das noch mehr Leuten so geht, selbst denen ohne Kinder. Vielleicht könnte man auch eine “Alltags-Challenge” und eine “Urlaubs-Challenge” draus machen? Vielleicht mache ich das irgendwann sogar mal. Oder meine Freundin. 🙂

Als Anregung was es auf jeden Fall eine sehr schöne Sache. Überleg mal, was könnte denn eine Verlangsamungsaufgabe für dich sein? Was tut dir gut und was davon hast du lange nicht mehr gemacht? Oder was könntest du dir ruhig öfter gönnen? Atmen oder in die Wolken gucken passt ja eigentlich immer mal zwischendurch. Oder bewusst essen. Ich wünsche dir viel Spaß und Entspannung dabei, auch in einem vollen Terminkalender.

In diesem Sinne: Immer schön langsam! Das ist die Challenge.

Catrin Grobbin

PS: Übrigens war ich ziemlich überrascht, dass schon wieder 30 Tage um sind… Auch das wieder eine schöne Anregung, immer mal wieder zu verlangsamen, die Zeit verrinnt ohnehin schon so schnell.

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Den Pflanzen beim Wachsen zusehen

Eine Methode, mich zu erden und zu verlangsamen, ist es, Pflanzen beim Wachsen zuzusehen. Und immer im Frühjahr kommt die Lust dazu, ein paar Samen auszustreuen und zu sehen, was passiert. Das ist die Beobachtungsvariante für Ungeduldige, denn natürlich wachsen kleine neue Pflänzchen wesentlich schneller als große Topfpflanzen oder die Bäume draußen. Ich finde es total spannend, wie innerhalb weniger Tage aus unscheinbaren Samen verschiedenster Größe kleine Pflanzen mit einem ganz eigenen Charakter sprießen. Das hat mich schon als Kind fasziniert. Natürlich lässt sich diese schöne Beschäftigung auf der Fensterband das ganze Jahr hindurch anfangen, aber der Frühling, wenn draußen alles wieder anfängt, auszutreiben und grün zu werden lädt immer besonders dazu ein.

In diesem Jahr habe ich mir als Belohnung und kleine Motivation für eine anstrengende Arbeitsphase ein Mini-Beet mit Deckeln gegönnt, und nun schaue ich sehr interessiert dabei zu, wie meine kleinen Kohlrabi-Pflänzchen sich gen Sonne recken. Ich bin sehr gespannt, ob es denn später auf dem Balkon auch Kohlrabi zu Ernten geben wird, aber erst einmal bin ich schon sehr glücklich, sie zu begießen und anszusehen. Und weil es so schön ist und ich mich im Baumarkt nicht so richtig entscheiden konnte, gibt es noch ein weiteres Beet mit Sonnenblumen, Salat, Kürbis, Bohnen und Kräutern. Und alle kleinen Pflänzchen sehen unterschiedlich aus, das ist so spannend!

Die Herbstvariante dieses experimentellen Gärtnerns, das ich schon aus meiner Kindheit kenne, ist das Einpflanzen einer Kastanie oder einer Eichel in einen Topf, wobei man nach einiger Zeit beobachten kann, wie ein kleiner Baum zu wachsen beginnt. Dieser muss natürlich später irgendwo draußen eingepflanzt werden, denn auf Dauer ist so eine große Pflanze auf dem Balkon nicht glücklich.

Und eine neue tolle Möglichkeit habe ich vor ein paar Jahren gefunden, nämlich das Pilze züchten zu Hause. Dafür kann man sogar fertige Sets bestellen, die fertig vorbereitet sind und die man nur zu gießen braucht. Einige Wochen später kann man dann fertige Pilze ernten, das fand ich auch enorm interessant.

Irgendwann habe ich vielleicht mal wieder einen Garten, in dem auch größere Projekte und reichere Ernte möglich sind. Für den Moment sind diese kleinen Pflanzexperimente auf der Fensterbank aber sicher besser geeignet, denn es entfällt das Rasenmähen und Heckeschneiden und all die Arbeiten, die in einem richtigen Garten regelmäßig anfallen und erledigt werden müssen, wenn er nicht völlig überwuchern soll. Kein Unkrautjäten, keine Vorgaben wie in Kleingärten üblich, die zu beachten wären, kein Stress mit den Nachbarn… Sondern einfach nur die Freude über das Wachstum der kleinen Pflanzen, langsam und entspannt. Das ist ganz nach meinem Geschmack.

Ich wünsche Euch viel Spaß, falls Ihr auch Lust bekommen haben solltet, Euch ein kleines Mini-Gärtchen anzulegen. Einen schönen Frühling allerseits!

Catrin Grobbin

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Langsam (nicht) schreiben

Langsam machen kann auch mal bedeuten, ein paar Monate nichts zu schreiben, weil andere Dinge wichtiger sind. Schlafen zum Beispiel :-). Oder ein krankes Kind pflegen. Oder endlich mal ein bisschen arbeiten…

Es kann bedeuten, immer mal wieder an den Blog zu denken, das kleine schlechte Gewissen zu registrieren und dann immer neu zu entscheiden, was nun am wichtigsten ist. Und zu warten, bis die Zeit wieder da ist und die Inspiration auch wieder fließt. Bis jetzt zum Beispiel.

Ich werde immer mal wieder gefragt, wo denn der Unterschied zwischen Aufschieben und Verschieben liege. Darauf antworte ich gern, dass das jede/r nur selbst einschätzeb kann und zwar von Fall zu Fall. Wenn wir ganz ehrlich mit uns sind, können wir ziemlich genau sagen, ob wir eine Angelegenheit, die wir gerade nicht erledigen, obwohl wir sie uns vorgenommen hatten, gerade auf die lange Bank schieben oder ob wir sie verschieben, weil gerade andere Dinge wichtiger sind. Es fühlt sich einfach unterschiedlich an.

Manchmal ist es auch an der Zeit zu entscheiden, dass eine Sache ganz ad acta gelegt werden sollte, weil sich herausgestellt hat, dass es einfach nicht ins eigene Leben passt, oder dass sich die Prioritäten mittlerweile geändert haben. Oder man entscheidet erneut, dass es doch die Sache wert ist und schafft Raum dafür, es nun endlich (wieder) anzugehen. Oder man entscheidet, dass es zwar weitergehen soll, aber eben langsamer, so dass es wieder passt.

Was diesen Blog angeht, so fällt mir die Entscheidung ganz leicht: es geht weiter, wenn es auch vermutlich immer mal wieder Pausen geben wird. Es macht mir einfach Zuviel Spaß. 🙂 Also weiter, ganz langsam.

Alles Gute für Eure Entscheidungen zur Verlangsamung

Catrin Grobbin

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Einfach mal ans Meer verfahren?

Heute habe ich von einer Freundin ein Bild geschickt bekommen. Es zeigt einen Steg in Richtung Meer und darüber steht:

EINFACH MAL MORGENS VERFAHREN
ANS MEER BEISPIELSWEISE.
AUS VERSEHEN NATÜRLICH.*

Neulich habe ich mich tatsächlich mal verfahren. Nicht so richtig, nur ein bisschen, weil ich auf dem Weg zu einem Termin noch ein anderes geschäftliches Telefonat geführt hatte (Es lebe das Multitasking!) und deshalb eine Station zu spät aus der U-Bahn ausgestiegen bin. Zuerst hat mich das gestresst, weil der Tag bis dahin überhaupt nicht entspannt und langsam, sondern eher vollgepackt und stressig war und ich sowieso schon später dran war, als ich eigentlich vorhatte. Aber als ich dann die Treppe von der Bahnstation zum Bus hinaufgestiegen kam und direkt auf die Alster schaute, da fand ich es eigentlich gar nicht mehr so schlecht, dass ich nicht so ganz aufgepasst hatte. Immerhin konnte ich dadurch auf dem Weg einmal auf’s Wasser gucken und tief einatmen, bevor ich mit dem nächsten Bus weiterfuhr.

Ich habe mich erinnert, dass ich im vorletzten Jahr ein paar Mal absichtlich bis zum Jungfernstieg gefahren bin, nur um morgens vor der Arbeit einmal auf’s Wasser zu gucken. Wenn man diese Gelegenheit mitten in der Stadt schon hat, sollte man sie eigentlich auch nutzen, finde ich. Ich vergesse es nur immer wieder. Durch diese Nachricht heute auf meinem Handy habe ich es mir jetzt erneut vorgenommen. Ich werde zwar jetzt auf dem Weg von der Kita zum Büro öfter einen anderen Arbeitsweg fahren, aber mindestens auf dem Rückweg könnte ich mich ja noch mal kurz verfahren. Oder morgens einfach trotzdem, einfach nur, um einmal Luft zu holen. Und das besonders an den vollgepackten Tagen, um ein wenig Tempo herauszunehmen.

Das ist doch eine schöne Anregung für diesen Blog, dachte ich: Wohin könntest Du Dich denn morgens mal verfahren, um den Tag etwas langsamer und entspannter angehen zu lassen? Oder mittags oder abends? Überleg doch mal (dazu passt auch mein Artikel zum Spazierengehen).

Und vielleicht fahre ich ja demnächst auch einfach mal wieder ans Meer. Aber das ist dann einen eigenen Artikel wert… Danke für die schöne Idee!

Liebe Grüße

Catrin Grobbin

(*Sobald ich die genaue Quelle kenne, werde ich sie hier aufführen.)

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