Das pralle Leben!

Gestern auf dem Weg zu KiTa haben wir ein tolles Schauspiel beobachtet! Ein großer Schwarm kleiner Vögel, ich glaube Meisen, hüpften unter lautem Tschirpen in einer Erle herum. Wir hatten unter 0 Grad Celsius, deshalb war es fast ein wenig eigenartig, denn eigentlich würde man ein solches Schauspiel intuitiv wohl eher im Frühling erwarten. Andererseits – ein kleines Picknick mit Erlenzapfen, um die Energie aufzufüllen ist bestimmt genau das Richtige, wenn es kalt ist.

Ich konnte mich nur mit Mühe von diesem lebendigen, fröhlichen Anblick losreißen und fand es einfach nur toll! Ich glaube, ich habe noch nie so viele kleine einheimische Singvögel (mit Ausnahme der üblichen Stare oder Krähen oder Möwen) auf einem Baum gesehen. Und wie sie dort durcheinander gehüpft sind… Wie in einem botanischen Garten. Ich bekam gleich nochmal mehr gute Laune!

Deshalb habe ich beschlossen, dieses Geschenk zu teilen, damit sich noch mehr Menschen von der guten Laune anstecken lassen können:

Viel Freude damit!

Herzliche Grüße

Eure Catrin Grobbin

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Teilzeitkrank – Es lebe der Kontrast!

Es ist nun schon ein paar Tage her, dass ich den letzten Beitrag veröffentlicht habe. Meine Leserinnen und Leser mögen es mir nachsehen. Der Grund hierfür war, dass ich mich seit gut vier Wochen mehr oder weniger mit einer hartnäckigen Erkältung herumschlage. Anders, als es z.B. Seppo in seinem gleichnamigen Blogartikel beschrieben hat, war ich die meiste Zeit ganz krank. Allerdings wissen die Eltern unter Euch, dass man als Mama (oder Papa) eigentlich nur noch teilzeitkrank sein kann. D.h. man muss mindestens eine gewisse Zeit des Tages in irgendeiner Form aktiv sein, um den Nachwuchs angemessen zu versorgen und zu betüddeln. Eine echte Herausforderung, und erst jetzt weiß ich nachträglich die Zeit zu schätzen, in der ich mich, wenn es mich erwischt hatte, einfach ein paar Tage und Nächte ins Bett gelegt und auskuriert habe…

Es wäre nicht dieser Blog, wenn ich jetzt beim Lamento stehen bliebe, denn es ist nicht meine Intention, mich hier in Gejammer zu ergehen. Vielmehr habe ich mich diese vier Wochen so gut ich konnte darin geübt, es als einen Kontrast zu sehen, und mich darauf zu freuen, wenn es alles wieder besser und leichter geht. Ich habe viel gelernt in diesen Wochen: wieder mehr Geduld, vor allem mit mir selbst. Termine abzusagen, von denen ich eigentlich gesagt hatte, sie wären unabsagbar und unverschiebbar. Weniger, viel weniger von mir selbst zu erwarten. Aushalten, dass es gerade ist, wie es ist. Insgesamt: langsamer machen!

Ich habe neulich in “Atempause” geschrieben, dass ich ein wenig viel gearbeitet hatte. Nun, jetzt weiß ich, dass es sich nicht nur viel anfühlte, sondern dass es auch zuviel war. Eine Bestätigung, ein Lernerfolg. Immer noch bin ich dabei, auszuloten, was mit einem Kind anders ist. Das machbare Arbeitspensum ist auf jeden Fall geringer, jedenfalls für mich. Die vielgerühmte “Vereinbarkeit von Familie und Beruf” ist aus meiner Sicht auf jeden Fall ein Balanceakt, bei dem es auch darum geht, zu entscheiden, wo man welche Abstriche macht. Entweder man lässt das Kind rund um die Uhr fremdbetreuen – oder man muss weniger arbeiten. Und wie eine andere Mutter dieses Jahr am Sandkasten sagte: “Ich habe die Kinder ja bekommen, um mit ihnen Zeit zu verbringen, und nicht um sie in noch eine Betreuung zu geben und in noch eine”…

Nun zum zweiten Teil der Überschrift: dem Kontrast. Jetzt habe ich die Erkältung fast überstanden, Donnerstag gehe ich wieder arbeiten und freue mich sogar schon (fast) darauf. Und es fühlte sich wirklich gut an, das erste Mal wieder einkaufen gehen zu können, das erste Mal mit Spaß einen Bauklotzturm zu bauen, das erste Mal wieder mit rausgehen und die Schaukel anschubsen zu können! Ich wertschätze gerade jeden kleinen Schritt, der wieder besser geht! Und gleichzeitig wertschätze ich auch die Signale meines Körpers, die mir sagen, dass ich die letzten Tage der Rekonvaleszenz (und vielleicht auch noch etwas länger) noch ein wenig langsam machen sollte, dass ich nicht gleich zuviel erwarten sollte, wenn ich z.B. nach dem In-die-KiTa-bringen schon wieder erschöpft bin und meine Ruhe haben will. Eine gute Erinnerung daran, dass vieles, an das ich normalerweise so sehr gewöhnt bin, nicht selbstverständlich ist. Dass das reibungslose Funktionieren meines Körpers und das Energielevel, den ich im Alltag gewöhnt sind, alles andere als selbstverständlich sondern eher ein Grund zum täglichen Feiern ist.

In diesem Sinne: Hoch die Teetassen! Genießt mit mir den wunderbaren Alltag und alle gemeisterten Herausforderungen – und lasst uns ab und zu daran denken, immer mal wieder innezuhalten und langsamer zu machen. Denn auch wenn es ein schöner Kontrast ist, zu oft muss ich auch nicht krank im Bett liegen. 😉 Dann lieber gleich ein wenig entspannter und weniger machen und dafür gesund bleiben.

Ich wünsche Euch einen gesunden Herbst und Winter, alles Gute und herzliche Grüße

Eure Catrin Grobbin

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Mehr Meer

Nachdem ich in einem früheren Artikel bereits einmal darüber sinniert habe, mich “einfach mal ans Meer zu verfahren“, bin ich jetzt tatsächlich da. Familienurlaub an der dänischen Ostsee, schön!

Das Meer hat immer eine unheimlich beruhigende Wirkung auf mich. Der Blick, der Wind, der Geruch nach Algen und Salzwasser … aaaahhhh! Und besonders seit ich in der Großstadt lebe, wo man schon etwas rausfahren muss, wenn man einen weiten Blick haben möchte, genieße ich sehr, wenn ich einmal schön in die Weite schauen kann. Das Auge kommt zur Ruhe, der Blick kann schweifen, ohne an einer Häuserwand hängen zu bleiben. Und dann noch das gleichmäßige Plätschern der Wellen, die absolut verlässlich, aber immer mit unterschiedlicher Intensität am Strand auslaufen.

Und weil ich weiß, dass das auch vielen anderen Menschen so geht, habe ich euch eine kleine Prise Ostsee mitgebracht. Bitteschön:

Ist das nicht schön?!

Und gleichzeitig hat das Meer etwas Majestätisches, Erhabenes, so groß, so weit, so mächtig. Unsere Tochter, die das Meer gerade das erste Mal bewusst erlebt, hat noch einen Riesenrespekt davor. Heute wollte sie immer wieder, dass Mama und Papa sich mit den Gummistiefeln in die Wellen stellen, um zu beweisen, dass diese nicht gefährlich sind- Erst danach hat sie sich selbst ganz vorsichtig vorgewagt, um dann gleich wieder schnell an Mamas Hand weiter auf den Strand zurückzulaufen. Währenddessen fiel mir erst einmal wieder ein, dass das Meer nichts selbstverständliches ist, sondern etwas, das einen durchaus auch aufwühlen kann. Und es sieht immer anders aus, mal in “Puderzuckerfarben”, ganz sanft und ruhig, dann wieder wild und außer Rand und Band im Sturm, mal glatt und glänzend, dann dunkel und voller Schaumkronen. Auch diesen Kontrast finde ich sehr schön. Man kann im Urlaub jeden Tag dreimal ans Wasser gehen und es ist immer wieder neu. Also doch mal wieder öfter ans Meer verfahren…

Und wie geht es dir mit dem Meer? Oder hast du einen anderen Ort, der dir sehr gut tut? Ich freue mich, im Kommentar darüber zu lesen, wenn du magst.

Herzliche Grüße

Catrin Grobbin

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(Farb)Kontraste

Das momentane Wetter lädt mich einfach dazu ein, Entdeckungen am Wegesrand zu machen. Heute möchte ich ein bisschen über die Farbkontraste (und andere Kontraste) schreiben. Damit meine ich einzelne Objekte, die herausstechen, weil ihre Farbe oder ihre Art von der sonstigen Umgebung abweicht. Manchmal muss man auch dafür ganz langsam unterwegs sein und ganz genau hinschauen.  So wie bei der roten Beere auf dem Beitragsbild. Gerade jetzt, bei dem grauen Wetter, was wir hier haben, leuchtet sie besonders schön hervor. Hier noch ein paar solcher schönen Farbkontraste, die mir unterwegs aufgefallen sind:

(Und nun wisst Ihr auch, wo ich gerade bin :))

Auch ansonsten im Leben gibt es jede Menge Kontraste. Z.B. warm – kalt, hell – dunkel, süß – sauer, oder auch Dinge, die laufen, wie ich will – Dinge, die anders laufen, als ich will. Gerade diese Unterschiede machen das Leben aus, machen es reizvoll und bunt. Während meines Studiums habe ich gelernt, dass Menschen, wenn sie in einen dunklen Tank mit körpertemperiertem Wasser schwimmen, völlig die Orientierung verlieren und schließlich ohnmächtig werden. Es gibt einfach zu wenig Kontrast, um sich zurecht zu finden. Unser Organismus ist auf den Umgang mit Kontrasten ausgelegt.

Manchmal fühlen sich Kontraste angenehm an, z.B. die warme Wohnung, wenn man aus der Kälte hereinkommt oder die kühle Brise an einem heißen Sommertag. Manchmal mögen wir den Kontrast eher weniger gern. Wenn z.B. jemand das Licht anknipst, wenn wir schön im Dunklen liegen bleiben wollten, oder wenn es regnet, wenn wir gerade einen Spaziergang machen wollten. Oder wenn das Kind spielen und Quatsch machen möchte, wenn man selbst gern einen gemütlichen Feierabend hätte. Aber auch diese Kontraste gehören dazu und sind wichtig. Durch sie lernen wir vieles besser wertzuschätzen. Und häufig können wir auch durch unsere Bewertung steuern, wie wir einen Kontrast erleben. So kann man bei Regen einen wunderschönen Spaziergang machen und die frische Luft genießen, den Regentropfen lauschen, wie sie auf die eigene Kaputze fallen, und in Pfützen springen – oder schlechte Laune kriegen und auf das miese Wetter schimpfen. Ich habe beides schon ausprobiert und mir hat die erste Version deutlich besser gefallen. 🙂

Vielleicht kann ich euch mit diesem Beitrag ja auch ermuntern, die Augen einmal offen zu halten, und selbst solche schönen Farbkontraste in der Umgebung oder auch überhaupt Kontraste im Leben zu entdecken. Und bei dieser Gelegenheit einmal wieder schön zu verlangsamen und das Leben zu spüren, wie es ist – einfach wunderbar.

Viel Spaß dabei

Catrin Grobbin

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Atempausen in stressigen Zeiten

Im Moment arbeite ich sehr viel. Ein bisschen zuviel vielleicht sogar. Da passt das Thema Verlangsamung eigentlich gar nicht hinein. Eher schneller, schneller, dies noch, das noch…

Vielleicht kennst Du auch solche Phasen, in denen sich vieles aufgetürmt hat und Du beim Abarbeiten denkst “Wer hat das zeitlich eigentlich so geplant?!” Und wenn Du dann endlich einen freien Tag in Aussicht hast, winkt die dringend zu erledigende Steuererklärung…

Aber es ist ja normal im Leben, dass es auch solche Phasen immer mal wieder gibt. Aus meiner Sicht besteht die Kunst daran, diese gut zu überstehen, und auch daraus zu lernen, wie es beim nächsten Mal vielleicht wieder etwas ruhiger und langsamer geht. Versteht mich nicht falsch, es macht auch wirklich Spaß, viel zu schaffen und ich habe große Freude an meinem Beruf! Aber manchmal ist es eben doch ein bisschen zuviel auf einmal. Jedenfalls habe ich mir inmitten dieser Phase, die jetzt noch ca. 2 Wochen lang dauern wird, schon einiges vorgenommen, damit es sich nicht so schnell wieder so sehr stapelt:

  1. Steuererklärung früher anfangen 🙂 Wobei wir noch nie so früh und auch so schnell waren wie dieses Mal. Liebes Finanzamt: Wir haben es doch noch geschafft und die Erklärung liegt jetzt in Ihrem Briefkasten! Vielleicht doch ganz gut, wenn es mal keine Fristverlängerung gibt. Eigentlich passt das Thema ja nie…
  2. Kein neues Seminar mehr ins Vorlesungsverzeichnis schreiben, BEVOR ich es ausgearbeitet habe. Mit Kind kann ich einfach keine “entspannten” Überstunden mehr machen…
  3. Das Atmen nicht vergessen!
  4. Und auch mal wieder lächeln!

Über die letzten zwei Punkte möchte ich noch ein paar Worte verlieren: Wenn mein Leben mir zu schnell wird, beobachte ich mich häufig dabei, wie ich regelrecht atemlos werde. Ich fühle mich dann oft sehr gehetzt, selbst, wenn es nicht in jedem Augenblick so eilig zugehen müsste. Aber die Gesamtarbeitslast drückt mich dann so sehr, dass ich fast vergesse, Luft zu holen. Dann muss ich mich immer mal wieder daran erinnern, mal wieder tief ein- und auch wieder auszuatmen. Falls es Dir auch gerade so geht, gleich mal ausprobieren:

tief EINATMEN

PAUSE

ganz AUSATMEN

Gut, oder? Und gleich nochmal!

EIN

PAUSE

AUS

Sehr schön!

Und zum Lächeln: Mir wird nachgesagt, dass ich ein wenig den Charme verliere, wenn es zu hoch her geht. Und ich muss zugeben, da ist ein Körnchen Wahrheit dran. Wenn nur noch Arbeit in der Luft liegt, vergesse ich manchmal, die Freude am Leben zu zelebrieren. Das kann für mein Umfeld, allen voran mein liebster Gatte, ziemlich anstrengend werden – vor allem, wenn wir dabei auch noch die Steuererklärung machen müssen, grrr…

Mein Liebster, hiermit entschuldige ich mich öffentlich in aller Form für jede Minute schlechter Stimmung in den letzten Wochen und gelobe feierlich Besserung! Ich hab Dich lieb und werde mich ab jetzt wieder mehr auf die Schönheit des Lebens und vor allem unseres Zusammenlebens besinnen! Küsschen!

Jetzt halte ich noch zwei Wochen durch und freue mich ansonsten schon sehr auf unsere längere Atempause im Urlaub! Und vielleicht kann ich den einen Leser oder die andere Leserin ja auch inspirieren, gerade jetzt zum Beginn der Herbstzeit und dem dräuenden Jahresende ab und zu wieder einmal tief durchzuatmen und einmal mehr zu lächeln, auch wenn es viel zu tun gibt…

Herzliche Grüße

Catrin Grobbin

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Eltern im Sandkasten

Bevor es endgültig Herbst wird – und anscheinend ist das bald der Fall – möchte ich endlich diesen Artikel schreiben, den ich nun schon seit einigen Monaten im Kopf habe.

Durch unsere Tochter haben wir ja nun das Vergnügen, die Nachmittage auf dem Spielplatz zu verbringen. Dies ist eine ganz neue Erfahrung. Zeitweise finde ich diese Betätigung ein wenig anstrengend, vor allem, wenn ich selbst eigentlich lieber etwas anderes täte, als zwischen Schaukel, Rutsche und Sandkasten hin- und herzuwandern. Andererseits, wenn ich mich ganz auf die Erfahrung einlassen kann, ist es aber sehr schön, draußen zu sein, die Kinder zu beobachten und – Sandburgen und Sandkuchen zu bauen! Das habe ich so lange nicht mehr gemacht, dass ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnern kann. Ist das nicht toll? Mit dem eigenen Kind nochmal eine Zeitreise machen und sich an das Gefühl erinnern, als es überhaupt kein Thema war, Sand auf den Klamotten und an den Händen zu haben, sondern als der eigene Fokus nur auf dem Tun lag? Oder eben jetzt wieder liegt. Wie schön! Das könnte man auch als Achtsamkeitsübung anbieten. Alles, was man braucht, ist ein Eimer Sand und ein paar Förmchen, vielleicht noch eine kleine Schaufel, und los geht’s. Auch die anderen Eltern, die mit ihren Kindern um uns herum im Sand sitzen, bauen teilweise mit erstaunlichem Engagement. Als mir die Idee zu diesem Artikel kam, hatte ich unsere Schaufel gerade einem Vater ausgeliehen, der unbedingt den Tunnel neu bauen musste, der seit dem Vortag durch unerklärliche Umstände zerstört worden war. Und das nicht, weil seine Kinder das wollten, sondern völlig aus eigenem Antrieb, wie mir schien. 😉

Das Einzige, was der Idee einer Achtsamkeitsübung beim Bauen im Wege stehen könnte, ist vielleicht der Zerstörungstrieb der lieben Kleinen, der irgendwie angeboren scheint. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich die Bilder für diese Seite fotografiert hatte, denn immer ,wenn ich etwas gebaut hatte, kamen flugs kleine Hände oder Füße und haben es dem Erdboden wieder gleich gemacht… Aber wenn ich es genau betrachte, ist auch das eine gute Übung – im Loslassen und Nicht-so-ernst-nehmen…

Jedenfalls würde ich dir und euch empfehlen, die Verlangsamung im Sandkasten auch einmal auszuprobieren. Entweder mit eigenen Kindern, oder mit ausgeliehenen, oder womöglich sogar ganz ohne. Ganz schnell noch, bevor irgendwann Winter ist. Aber auch dann fällt uns sicher was Schönes ein, mit dem wir die achtsame kindliche Perspektive weiter reaktivieren können. Ich bin schon sehr gespannt und werde berichten.

Herzliche Grüße

Catrin Grobbin

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Vogelgezwitscher lauschen

Wenn die Vögel morgens oder abends ihren Gesang anstimmen bzw. sich “unterhalten”, höre ich sehr gern ein paar Minuten einfach zu. Dann vergesse ich, dass ich in der Stadt lebe, denn wenn es keine anderen Geräusche gibt, klingt es genauso, als wäre man in der freien Natur. Vogelgesang ist so ein beruhigenes, schönes Geräusch für mich, dann habe ich sofort gute Laune. Morgens, wenn ich meine Tochter in die KiTa fahre, stimmt es mich gleich auf einen schönen Tag ein und entschleunigt mich. Und abends (so wie eben gerade) lässt es mich herunterfahren. Ich denke dabei an nichts oder vielleicht höchstens an einen schönen Wald voller Vogelstimmen. Ich bin neben einem Wald aufgewachsen und habe unzählige schöne Stunden dort verbracht und Kindheitsabenteuer erlebt. Deshalb verbinde ich mit den Geräuschen, Gerüchen und Gefühlen eines Waldes ausschließlich schöne Erinnerungen und eine Aktivierung dieser Sinneseindrücke wirkt sich stets positiv auf meine Stimmung aus.

Ich sollte mich mal wieder öfter nach draußen setzen, und wenn es nur auf den Balkon ist, und den Vögeln lauschen. Oder noch besser, mal wieder einen Abendspaziergang machen. Aber besser als nichts ist schon das abendliche kurze Lauschen oder der kleine Genuss auf dem morgendlichen Weg. Auch die kleinen Pausen und das kleine Innehalten ist wichtig und wertvoll. Und für diejenigen, die nicht so “sangesfreudige Nachbarn” haben, hier eine kleine akustische Micro-Pause :-):

Herzliche Grüße

Eure Catrin Grobbin

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Einfach mal zwischendurch kreativ sein – Perlen drehen

Neulich fand ich, dass es so nicht weitergeht – aufstehen, arbeiten, arbeiten, arbeiten, ins Bett gehen… (hier ist auch Hausarbeit, Kindbetreuungsarbeit, Kochen usw. mit eingerechnet, fühlte sich alles nach Arbeit an) Also habe ich spontan beschlossen, etwas Kreativzeit einzubauen, damit ich einmal zwischendurch Luft holen kann. Seit Monaten schon wollte ich mal wieder Perlen drehen! Das ist eine Kreativtechnik, die ich vor einigen Jahren durch einen Ein-Tages-Kurs mit einer Freundin kennengelernt habe. Man setzt sich mit Schutzbrille ausgestattet an einen Bunsenbrenner und wickelt geschmolzenes Glas auf einen Dorn mit Trennmittel. Wenn das Glas abgekühlt ist, kann man die Glasperle vom Dorn ablösen. Super! Schmuck selbst machen, und es sieht richtig professionell aus! Außerdem kann man “mit Feuer spielen”, was wohl die meisten mindestens als Kind gern gemacht habe. Zu Hause habe ich ein kleines “Einsteigerset”, aber da ich keine Absauganlage für die giftigen Dämpfe habe, die durch das Glasschmelzen entstehen, ist das seit meiner Schwangerschaft eingepackt und tabu. Zumal mein jetziger Arbeitsraum viel kleiner ist als der, in dem ich angefangen habe, und sich nicht so gut belüften lässt. Safety first.

ich hatte Glück, Uta Hammelmann (http://glasperlenblog.de/), die in Ahrensburg Kurse anbietet und Arbeitsplätze vermietet, hatte spontan Zeit! Juchu! Oben seht Ihr den Arbeitsplatz, an dem ich mich austoben durfte. Es war einfach wunderbar! Eine halbe Stunde habe ich damit verbracht, die tollen Perlen zu bestaunen, die Uta ausgestellt hat. Sie verkauft natürlich auch wunderschöne Perlen und Schmuckstücke und ist ein echter Profi. Ihre Perlen sind nicht mehr “eierig”, so wie meine. Aber mir ging es ja auch um den Spaß am Machen.

Nachdem ich mir Inspiration geholt und mich mühsam von den vielen tollen Ausstellungsstücken losgerissen hatte, habe ich mich für Glas in Grün- und Blautönen entschieden und losgelegt. Der Anfang war erst mal ungewohnt, es ist soooo lange her, dass ich diese Technik angewendet habe. Und es hat so viel Spaß gemacht! Zuerst ein paar kleine Perlen zum Einstieg, dann habe ich mich an etwas größere Projekte gewagt. Herausgekommen sind zwei Mini-Eulen mit kleinen Schönheitsfehlern sowie eine Superkreativperle, die keine Eule werden wollte. 🙂 Und viele kleine Perlen mit verschiedenen Mustern.

Gegen Ende meiner Zeit (ich musste um 14.00 Uhr los, meine Tochter wieder abholen), kriegte ich plötzlich “Leistungsstress” – die Investition muss sich schließlich lohnen (Zunge-Rausstreck-Smiley), also drehte ich noch ein paar kleine einfarbige “Zwischenperlen”, die man ja für Schmuckstücke auch braucht. Die letzten Perlen waren natürlich noch nicht abgekühlt, als ich los musste, also hat Uta sie mir per Post nachgeschickt. Super Service! So konnte ich die gebuchte Arbeitszeit optimal nutzen.

Unten seht Ihr meine Ausbeute. Immer noch nicht aufgefädelt, aber dazu komme ich bestimmt bald auch mal. Langsam eben. 🙂 Und ich freue mich schon sehr auf das nächste Mal Perlendrehen. Vielleicht ja auch mal in einem Kurs, um noch ein bisschen dazuzulernen oder mit einer Freundin zusammen. Wer weiß.

Herzlich,

Eure Catrin

PS: Die Vorfreude auf den Termin hat übrigens einen abendlichen Kreativitätsschub ausgelöst und ich habe bis spät in die Nacht spontan ein paar Hausschuhe für meine Tochter genäht. 🙂

PPS: Die Ergebnisse meiner kreativen Perlenarbeit könnt ihr auf dieser Seite bestaunen und auch kaufen.

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30 Tage Positiv-Bilanz-Challenge: Übung in Wertschätzung, Freude und Dankbarkeit Teil I

Gestern habe ich spontan eine neue “Challenge” begonnen, weil mir die letzte soviel Spaß gemacht hat. Ich habe mir vorgenommen, jeden Abend mindestens zwei Sachen aufzuschreiben, die gut waren, mir Freude bereitet haben, die ich wertschätze und/oder für die ich dankbar bin. Einigen habe ich spontan eine WhatApp–Nachricht dazu geschickt, aber dann dachte ich, es direkt hier hineinzuschreiben ist viel einfacher und besser, als Leute, die vielleicht gerade gar keine Lust darauf haben, mit Kurznachrichten zu bombardieren. 🙂 Außerdem ist die Übung auf diese Weise noch ein wenig dauerhafter. Wer mag, kann gern für sich selbst mitmachen oder in den Kommentaren etwas dazu schreiben.

Dieser Artikel wird dadurch ein wenig anders werden als die anderen, denn ich werde ihn ja nun 30 Tage lang immer wieder ergänzen. Es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen und weiterzulesen.

Tag 1 (Gestern): Ich habe eine schicke Powerpoint-Präsentation für einen Vortrag, den ich Montag halten werde, gebastelt, mit gaaaaanz vielen selbst gemalten Bildchen drin. Und ich hatte ein sehr nettes spontanes Mittagessen mit einem Kollegen. Außerdem haben wir abends wieder unser momentanes Lieblingsvideo angeschaut, das uns immer gute Laune macht, weil wir mitlachen müssen: Ganda Boys Laughter is medicine. Das waren ja schon drei (und ich könnte noch mehr aufzählen) schöne Sachen des Tages. So schwer ist die Challenge gar nicht…

Tag 2: Das Highlight des Tages war heute ein total schöner Familienausflug ins Niendorfer Gehege. Wir sind spazieren gegangen, haben Rehe mit Möhren- und Apfelstückchen gefüttert (nur ein ganz paar) und waren mit unserer Tochter auf dem Spielplatz. Das Wetter war super, Sonne aber nicht heiß, alle hatten Spaß, toller Tag! Außerdem gab es leckeres Spiegelei zum Frühstück und gerade bringt mein Mann die Kleine ins Bett und ich habe frei, um diesen Artikel anzufangen. 🙂 Ich bin schon gepannt, was es heute noch Schönes gibt und was ich morgen berichten kann!

Tag 3 – 6: Abends gab es irgendwie keine Gelegenheit, etwas aufzuschreiben, deshalb gibt es jetzt Wertschätzung für alle drei Tage zusammen. 🙂
Das Wetter war toll, wir waren viel gemeinsam draußen, die ganze Familie und auch ich und unsere Tochter zu zweit, das hat viel Spaß gemacht. Überhaupt hatten wir an diesem langen Wochenende viel schöne gemeinsame Zeit, auch in der Wohnung war es sehr gemütlich und entspannt. Wir haben viel gespielt und gelacht. Leckeres Essen gab es auch an allen Tagen. Sonntag haben wir liebe durchreisende Verwandte am Bahnhof getroffen, ein kurzes aber sehr schönes Treffen und wieder ein spannender Ausflug für unsere Tochter. Es gab mehr Tagesnickerchen als erhofft, ich konnte mich auch viel hinlegen, Schlaf nachholen, entspannen, das hat mir gut getan.

Tag 7: Obwohl noch nicht Abend ist, schonmal eine Wertschätzung, weil ich gerade dabei bin. Unsere Süße hat mich heute in der KiTa fast gar nicht verabschiedet, so freute sie sich, endlich dort zu sein. Es war schön, dass sie gar keinen Abschiedsschmerz hatte und ich ganz in Ruhe zur Arbeit gehen konnte. Außerdem kann ich heute auch einen ganzen Tag arbeiten und viel schaffen, das schafft mir gerade ein sehr gutes Gefühl. Dafür habe ich diese Woche sehr viele schöne Events eingeplant, darüber freue ich mich auch gerade.

Tag 8: Das Tagesprogramm begann heute mit einem sehr schönen Brunch mit einer lieben Freundin, wundervoll! Außerdem scheint die Sonne und der Wind lässt die Blätter der Bäume rauschen – ein Geräusch, das ich sehr liebe. Am Abend habe ich meinem Mann ein kleines Geschenk gemacht und er hat sich total gefreut, weil er sich (ohne dass wir bisher darüber gesprochen hatten), genau das gewünscht hatte. Toll! 🙂

Tag 9: Heute war ein supervoller Tag mit vielen Terminen, aber es ist trotzdem alles reibungslos gut gelaufen und ich konnte nebenbei sogar noch ein paar kleine Erledigungen schaffen, das hatte ich gar nicht erwartet. Ich hatte u.a. einen schönen runden Seminarabschluss, eine fruchtbare Teamsitzung und einen angenehm-netten Nachmittagstermin. Obwohl ich relativ spät zu Hause war, konnten unsere Tochter und ich noch ein bisschen Spaß machen und dann ist sie einfach und schnell eingeschlafen. Nun habe ich noch ein bisschen Zeit in Ruhe für mich, seufz, wie schön!

Tag 10: Heute habe ich nach langer Zeit eine liebe Freundin endlich mal wieder gesehen, wir haben schön zu Mittag gegessen und Eis gab es anschließend auch noch. Das Wetter war sommerlich und angenehm, am Nachmittag haben wir noch schön mit unserer Tochter auf dem Spielplatz im Schatten gesessen.

Damit dieser Artikel nicht noch länger wird, geht es ab jetzt weiter in Teil II…*

Eure

Catrin Grobbin

* Gerade habe ich beschlossen, den Artikel doch noch weiter zu unterteilen, die zwei Einzelteile sind doch immer noch seeeeehr laaaang!

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Den Pflanzen beim Wachsen zusehen

Eine Methode, mich zu erden und zu verlangsamen, ist es, Pflanzen beim Wachsen zuzusehen. Und immer im Frühjahr kommt die Lust dazu, ein paar Samen auszustreuen und zu sehen, was passiert. Das ist die Beobachtungsvariante für Ungeduldige, denn natürlich wachsen kleine neue Pflänzchen wesentlich schneller als große Topfpflanzen oder die Bäume draußen. Ich finde es total spannend, wie innerhalb weniger Tage aus unscheinbaren Samen verschiedenster Größe kleine Pflanzen mit einem ganz eigenen Charakter sprießen. Das hat mich schon als Kind fasziniert. Natürlich lässt sich diese schöne Beschäftigung auf der Fensterband das ganze Jahr hindurch anfangen, aber der Frühling, wenn draußen alles wieder anfängt, auszutreiben und grün zu werden lädt immer besonders dazu ein.

In diesem Jahr habe ich mir als Belohnung und kleine Motivation für eine anstrengende Arbeitsphase ein Mini-Beet mit Deckeln gegönnt, und nun schaue ich sehr interessiert dabei zu, wie meine kleinen Kohlrabi-Pflänzchen sich gen Sonne recken. Ich bin sehr gespannt, ob es denn später auf dem Balkon auch Kohlrabi zu Ernten geben wird, aber erst einmal bin ich schon sehr glücklich, sie zu begießen und anszusehen. Und weil es so schön ist und ich mich im Baumarkt nicht so richtig entscheiden konnte, gibt es noch ein weiteres Beet mit Sonnenblumen, Salat, Kürbis, Bohnen und Kräutern. Und alle kleinen Pflänzchen sehen unterschiedlich aus, das ist so spannend!

Die Herbstvariante dieses experimentellen Gärtnerns, das ich schon aus meiner Kindheit kenne, ist das Einpflanzen einer Kastanie oder einer Eichel in einen Topf, wobei man nach einiger Zeit beobachten kann, wie ein kleiner Baum zu wachsen beginnt. Dieser muss natürlich später irgendwo draußen eingepflanzt werden, denn auf Dauer ist so eine große Pflanze auf dem Balkon nicht glücklich.

Und eine neue tolle Möglichkeit habe ich vor ein paar Jahren gefunden, nämlich das Pilze züchten zu Hause. Dafür kann man sogar fertige Sets bestellen, die fertig vorbereitet sind und die man nur zu gießen braucht. Einige Wochen später kann man dann fertige Pilze ernten, das fand ich auch enorm interessant.

Irgendwann habe ich vielleicht mal wieder einen Garten, in dem auch größere Projekte und reichere Ernte möglich sind. Für den Moment sind diese kleinen Pflanzexperimente auf der Fensterbank aber sicher besser geeignet, denn es entfällt das Rasenmähen und Heckeschneiden und all die Arbeiten, die in einem richtigen Garten regelmäßig anfallen und erledigt werden müssen, wenn er nicht völlig überwuchern soll. Kein Unkrautjäten, keine Vorgaben wie in Kleingärten üblich, die zu beachten wären, kein Stress mit den Nachbarn… Sondern einfach nur die Freude über das Wachstum der kleinen Pflanzen, langsam und entspannt. Das ist ganz nach meinem Geschmack.

Ich wünsche Euch viel Spaß, falls Ihr auch Lust bekommen haben solltet, Euch ein kleines Mini-Gärtchen anzulegen. Einen schönen Frühling allerseits!

Catrin Grobbin

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